Testbericht

Nikon D200

2005-11-01 Ob sie, wie die Fans von Robbie Williams & Co., kreischend vor unserer Haustür gestanden hätten, ist unklar, aber manche unserer Leser hätten schon Einiges getan, um einen Blick auf die D200 zu erhaschen, die wir seit ein paar Tagen in der Redaktion haben und die heute offiziell von Nikon vorgestellt wurde. Jedenfalls hatten wir Zeit genug, Nikons jüngste digitale Spiegelreflexkamera genauer unter die Lupe zu nehmen und wollen sie nun in Form eines (Vorab-)Tests dem "gesammelten Publikum" präsentieren.  (Yvan Boeres)

Nikon D200  [Foto: MediaNord]Insofern erfolgt die Präsentation der Nikon D200 außergewöhnlicher Weise nicht in Form einer einfachen Meldung, sondern bekommt die Struktur eines digitalkamera.de-Testberichtes. Unsere Leser müssen nur vorerst auf die Messwerte und auf die eingehende Beschreibung der Bildqualität verzichten, da Nikon noch letzte Änderungen an der Firmware vornimmt und das uns zur Verfügung stehende Vorserienmodell in einer Weise funktioniert, die keine Rückschlüsse auf die beim Serienmodell zu erwartende Bildqualität und Leistung zulässt. Wenn wir aber später ein Serienmodell der D200 in die Finger bekommen, nehmen wir die nötigen Ergänzungen an diesem Testbericht vor. Bis dahin soll aber jeder schon einen kleinen Vorgeschmack auf das bekommen, was ihn bzw. sie mit dieser brandneuen Kamera erwartet, und ohne noch weiter um den heißen Brei herum zu reden, wollen wir jetzt gleich zur Sache kommen.

Ergonomie/Verarbeitung Der erste Gedanke, der einem kommt, wenn man die D200 in die Hand nimmt, ist "was für 'ne Wucht!" Und das sowohl im eigentlichen als auch im übertragenen Sinne des Wortes. Alleine das Kameragehäuse bringt ein knappes Kilo auf die Waage (genau 930 Gramm samt Akku), und auch das leichteste Objektiv genügt, um das Gewicht über die Kilo-Marke hinweg zu katapultieren. Kein Wunder, denn fast das ganze Gehäuse besteht aus Metall. Dass die D200 nicht noch schwerer ausfällt, verdankt sie ihrer Leichtbauweise bzw. der Verwendung einer verhältnismäßig leichten Magnesium-Legierung. Doch was nützt ein gepanzertes "Schlachtschiff", wenn es nicht auch das Wasser halten kann? Deshalb ist die D200 an allen wichtigen Stellen (siehe Bild) mit Gummidichtungen versehen, die das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub verhindern sollen.

Nikon D200 LCD Anzeige  [Foto: MediaNord]Wie man es von einer Kamera dieser Klasse erwarten darf, ist die Handhabung und Bedienung der D200 kompromisslos gut. Die Kamera liegt perfekt ausbalanciert und bombenfest in der Hand; die Platzierung, Form und Belegung jedes Bedienelementes ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Vom Aussehen und von der Bedienung her orientiert sich die D200 – stärker als das Vorgängermodell D100 – an den großen Schwestern der Profi-Serie (D2X, D2H, D2HS). Sie distanziert sich deutlich vom Erscheinungsbild der D70(s) und D50, wobei die Einsteigermodelle auch schon als die benutzerfreundlichsten Kameras ihrer Klasse gelten. Dass bei der Entwicklung der D200 die Miniaturisierung nicht unbedingt zu den obersten Prioritäten gehörte, zeigen die großzügig dimensionierten Bedienelemente sowie der unübersehbar große LC-Bildschirm. Direkt von der D2X abgeguckt ist der große, runde Multifunktions-Drehknopf auf der Kameraoberseite, der eine bequeme wie auch schnelle Einstellung der wichtigsten Bildparameter (Bildqualität, Empfindlichkeit, Weißabgleich) und des Bildmodus (Serienbild-Einstellungen, Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung) erlaubt. Noch ein bisschen mehr Komfort verspricht der optional erhältliche Batteriegriff MB-D200, der wahlweise zwei Lithiumionenakkus oder sechs AA/Mignon-Zellen (Einweg-Batterien oder Akkus) aufnimmt, die Kamera noch ein Stück professioneller aussehen lässt und vor allem bei Hochformat-Aufnahmen von besonderer Hilfe ist. Doch auch ohne Batteriegriff ist die D200 ein Vorbild an Benutzerfreundlichkeit, und sie wird in diesem Punkt zweifelsohne den Ansprüchen fortgeschrittener Benutzer gerecht.

Nikon D200 Dichtungsschema  [Foto: MediaNord]Alle aufnahmerelevanten Einstellungen lassen sich ohne Ausflug ins Menü vornehmen. Geprüft werden können die Einstellungen auf dem oberen Flüssigkristall-Anzeigefeld, das nicht nur beleuchtbar ist, sondern von der Größe her neue Maßstäbe setzt. Die 5 cm breite Statusanzeige mit zuschaltbarer grüner Hintergrundbeleuchtung erlaubt es, auf einen Blick mehr Informationen als je zuvor darzustellen, und zeigt neben den typischen Aufnahmedaten wie Belichtungswerte, Bildzahl, Batteriestatus, Belichtungsmessart und Bildzahl auch solche Daten wie z. B. das gewählte Funktions-Set (mehr dazu später), den GPS-Status (die D200 lässt sich mit dem optional erhältlichen Adapter MC-35 an einen handelsüblichen GPS-Empfänger anschließen) oder die Aktivierung der Bildkommentierungsfunktion an. Doch selbst bei einer Kamera wie der D200 möchte man nicht auf einen LC-Farbbildschirm verzichten. Auch wenn eine Bildvorschau konstruktionsbedingt nicht möglich ist, hat der "kleine" Farbmonitor aus wenigstens zwei Gründen eine Existenzberechtigung. Zum einen dient der Farb-LCD dem Anzeigen des Menüsystems der Kamera, wo man noch eine Vielzahl weiterer Einstellmöglichkeiten und Funktionen findet. Außerdem lassen sich damit Bilder vor Ort bequem nach der Aufnahme kontrollieren und bei Bedarf löschen. Der TFT-Farbmonitor der D200 erfüllt alle Wünsche, die man an ein LCD stellen kann. Er ist angenehm groß (Bildschirmdiagonale von 2,5"), löst hoch auf (die 230.000 Bildpunkte erlauben im Zusammenspiel mit der 8-fachen Bildschirmlupe eine ziemlich präzise Kontrolle der Bildschärfe und anderer Details), ist dank automatischer Helligkeitsregelung immer gut lesbar und lässt mit einem Betrachtungswinkel von 170° auch seitliche Blicke zu.

Nikon D200 Wiedergabe Menü  [Foto: MediaNord]   
Nikon D200 Aufnahme Menü  [Foto: MediaNord]   
Nikon D200 Individual Funktionen Menü  [Foto: MediaNord]   
Nikon D200 RGB Histogramm [Foto: MediaNord]   

So augenfreundlich, wie der LC-Bildschirm ist, wurden auch die Menüs der D200 gestaltet. Farbcodes erleichtern es, einzelne Menüpunkte optisch besser auseinander zu halten, und durch die Verwendung einer großen Schrift mit verbessertem Kontrast kann man auch aus gewissem Abstand auf den LC-Bildschirm gucken. Das Menü der D200 setzt sich aus fünf Hauptrubriken (Wiedergabe, Aufnahme, Individualfunktionen, System, Letzte Einstellungen) mit insgesamt 59 Menüpunkten zusammen. Nikon hat – eigenen Angaben zufolge – die Menübegriffe so gewählt, dass sie sofort verständlich sind; wer dennoch zusätzliche Infos benötigt oder "begriffsstutziger" Natur ist, braucht nur die runde Hilfe-Taste in der Tastenleiste links neben dem LC-Bildschirm zu drücken, um einen Menüpunkt oder eine Einstellung etwas ausführlicher beschrieben zu bekommen. Besonders praktisch ist die letzte Hauptrubrik mit der Bezeichnung "Letzte Einstellungen". Wie der Name es schon verrät, werden hier die letzten vorgenommenen Einstellungen aufgelistet bzw. die letzten 14 Menüpunkte angezeigt, an deren Einstellungen man etwas verändert hat. Weiterhin gestatten über 40 Individualfunktionen die Anpassung der Kamera an den persönlichen Geschmack (z. B. kann die Drehrichtung der Einstellräder verändert werden). Sie sind in sechs Gruppen (Autofokus, Belichtungsmessung/Belichtung, Zeitschaltungen/Messwertspeicherung, Monitor, Belichtungsreihen, Funktionen der Bedienungselemente) aufgeteilt und sind auch farblich gekennzeichnet. Bei der Bildwiedergabe profitiert man von den üblichen Funktionen wie einer Bildlupe, einer Histogrammanzeige (wahlweise mit Anzeige der Tonwertverteilung für jeden einzelnen Farbkanal), der Hervorhebung der Spitzlichter und der Indexdarstellung (mit 4 oder 9 Miniaturbildern pro Bildschirmseite).

Auch beim Blick durch den Sucher merkt man, dass Nikon die D200 geschickt zwischen den Einsteigermodellen und den Profimodellen platziert hat. So bleibt der Luxus einer hundertprozentigen Bildfeldabdeckung der D2 & Co. vorbehalten, aber der Sucher der D200 zeigt dank 0,94-facher Sucherbildvergrößerung ein deutlich größeres Bild an als bei der D50, D70 und D70s. Auf ein anderes Privileg der Profi-Kameras muss die D200 ebenfalls verzichten: das der auswechselbaren Suchermattscheiben. Doch Nikon hat mit der in der Suchermattscheibe (vom Typ BriteView II Mark B bei der D200) eingebetteten Flüssigkristalltechnik ein technologisches Ass im Ärmel, und so lässt sich wie durch Wunderhand ein Gitternetz im Sucher einblenden. Auf ähnliche Weise informiert der Sucher über das aktive AF-Feld, über das mögliche Fehlen einer Speicherkarte, über einen schwachen Akku und über Fehler beim Weißabgleich; die grüne LED-Anzeige unter dem Sucherbild fasst die üblichen Aufnahmeinformationen (u. a. Schärfebestätigung, Messmodus, Belichtungsprogramm, Belichtungswerte, ggf. Belichtungskorrektur, Empfindlichkeit, Bildzähler) zusammen. Die individuelle Anpassung des Suchers an die eigene Sehstärke erfolgt über das Dioptrienrädchen am Okular (-2 bis +1 dpt.). Die große Gummiaugenmuschel DK-21 und der komfortable Augenabstand von 19,5 mm tragen dazu bei, dass man sowohl mit als auch ohne Brille bequem durch den Sucher gucken kann. Ein eingebauter Okularverschluss ist nicht vorhanden.

Nikon D200 Rückansicht  [Foto: MediaNord]Optik Im April dieses Jahres hat Nikon die Herstellung seines 35-millionsten Nikkor-Objektivs gefeiert. Kaum ein anderer Hersteller kann so etwas von sich behaupten, und das sagt einiges darüber aus, auf welche Tradition bzw. Erfahrung Nikon beim Entwickeln und Herstellen hochwertiger Optiken zurückblicken kann. Auf der deutschen Website des Herstellers sind alleine schon 50 verschiedene Autofokus-Objektive aufgelistet, und damit ist noch lange nicht das gesamte Objektivprogramm von Nikon abgedeckt. Prinzipiell kann die D200 auf ein noch viel größeres Sortiment zurückgreifen, da es noch mehrere Fremdhersteller (wie z. B. Sigma, Tamron und Tokina) gibt, die kompatible Objektive anbieten, und der so genannte "F-Mount" der Nikon-Kameras auch zu älteren Objektivserien ohne Autofokus rückwärtskompatibel ist. Jedenfalls dürfte es schwierig sein, nicht das für seine Zwecke bzw. zu seinem Budget passende Objektiv zu finden, und wer mit einer Optik einen möglichst großen Brennweitenbereich abdecken möchte, dem hat Nikon mit dem parallel zur D200 vorgestellten Universalzoom AF-S VR DX 18-200mm/3,5-5,6G IF-ED eine adäquate Lösung zu bieten.

Sehr erfreulich für Besitzer älterer Nikon-Objektive ist die Tatsache, dass die D200 die volle Kompatibilität zu den Objektiven der Ai- und Ai-S-Serie (Non-Ai-Objektive können u. U. auf Ai umgebaut werden) und zu Objektiven ohne Prozessorsteuerung gewährleistet. Denn die D200 ist – wie die Kameras der D2-Serie – mit einem Blendenabnehmer ausgerüstet, der eine mechanische Übertragung der am Objektiv eingestellten Blende an die Kamera ermöglicht. Sofern man im Aufnahmemenü unter dem Menüpunkt "Objektivdaten" die Lichtstärke und/oder die Brennweite des Objektivs eingegeben hat, funktionieren sogar die Color-Matrixmessung (mehr dazu im Abschnitt "Bildqualität"), die Anpassung des Zoomreflektors externer Blitzgeräte, die Anzeige des Blendenwertes an der Kamera (LC-Statusdisplay, Sucher) und in den Bilddaten sowie die Anpassung der Blitzleistung bei Änderung der Blende. Nur die Programmautomatik und die Blendenautomatik fallen weg, da die Blendenübertragung logischerweise nur in eine Richtung (vom Objektiv zur Kamera) geht. Scharf gestellt wird bei Non-AF-Objektiven dann per Hand.

Nikon D200 Sucheranzeige  [Foto: MediaNord]Doch egal ob alt oder neu: Das passende Objektiv will schon richtig gewählt sein. Bei digitalen Spiegelreflexkameras ist die Bildqualität stärker an das Objektiv gebunden als bei Kleinbild-Spiegelreflexkameras, und nicht jede Linse, welche auf die D200 montiert werden kann, läuft mit der Kamera zu Höchstleistungen auf. Ein Neukauf ist zwar keine Garantie für höchste Abbildungsleistungen, aber neuere Objektive sind oft speziell für die Verwendung an digitalen Spiegelreflexkameras gerechnet. Entsprechende Objektive sind bei Nikon mit dem Kürzel DX gekennzeichnet; bei Sigma mit DG/DC, bei Tamron mit Di und bei Tokina wiederum mit DX. Weitere Kürzel geben Auskunft über andere Objektiveigenschaften. Bei Nikon kennzeichnet zum Beispiel das Kürzel AF-S Objektive mit so genannter "Silent Wave"-Technik (das Nikon-Pendant zu den USM-Objektiven von Canon); VR steht für "Vibration Reduction" und verrät, dass ein optischer Bildstabilisator im Objektiv eingebaut ist. Weiterhin sollte man sich noch die Begriffe ED (Objektive mit besonders niedrigem Brechungsindex) und G (Objektive ohne Blendenring, die nicht mit mechanischen Nikon-Kameras zusammen funktionieren) merken; die Lektüre unserer DCTau-Testprotokolle hilft auch, das passende Objektiv zur D200 zu finden. Alles, was man dann noch berücksichtigen muss, ist der Brennweitenverlängerungsfaktor bzw. die Bildwinkelverkleinerung; dank der einheitlichen Sensorgröße bei den Kameras der D-Serie von Nikon braucht man die Brennweitenangabe am Objektiv nur mit 1,5 zu multiplizieren, um das Kleinbild-Äquivalent zu errechnen.

Nikon D200 AF-Messfeld Animation  [Foto: MediaNord]Mit der D200 betritt auch ein total neues Autofokus-Modul die Bühne. Was das Muti-CAM1000 von früheren AF-Modulen (Multi-CAM900, Multi-CAM1300, Multi-CAM2000 usw.) unterscheidet, ist nicht nur die Anzahl und Ausrichtung der AF-Sensoren, sondern auch deren Anordnung. Die Kameras mit Multi-CAM900-Modul (u. a. D50, D70, D70s und D100) verfügen zum Beispiel über 5 AF-Messfeldmarkierungen im Sucher und zeigen entsprechend viele AF-Sensoren (2 waagerechte Zeilensensoren, 2 senkrechte Zeilensensoren und 1 mittleren Kreuzsensor) auf. Im Sucher von Kameras wie z. B. der D2, D2H, D2HS, D2X gibt es hingegen 11 AF-Messfeldmarkierungen zu sehen, da hier ein Multi-CAM2000-Modul mit 9 Kreuzsensoren und 2 senkrechten Zeilensensoren zum Einsatz kommt. Das neue Multi-CAM1000-Modul der D200 rangiert leistungsmäßig zwischen dem Multi-CAM900 und dem Multi-CAM2000. So besitzt es 7 AF-Sensoren (4 waagerechte Zeilensensoren, 2 senkrechte Zeilensensoren und 1 Kreuzsensor), deren Besonderheit aber darin besteht, ihre Messfläche in mehr oder weniger große AF-Felder aufteilen zu können. Bei der D200 kann man demnach wählen, ob die Motive mit 11 kleinen oder 7 großen bzw. breiten AF-Messfeldmarkierungen "angepeilt" werden. Durch die unterschiedliche Ausrichtung der AF-Sensoren (waagerecht, senkrecht, kreuzförmig) funktioniert der Autofokus bei Hochformat- und Querformat-Aufnahmen gleichermaßen gut. Und das auch bei wenig Licht, da der Autofokus von Nikon-Kameras traditionell sehr empfindlich ist (der AF spricht bereits bei -1 IL an). Allerdings sollte schon ein Objektiv mit einer Lichtstärke von mindestens F5,6 verwendet werden, um einen einwandfreien Autofokus-Betrieb zu garantieren. Für besonders schwierige Fälle bietet die D200 ein eingebautes AF-Hilfslicht an, dessen grell-weißes Licht bei weitem nicht so diskret ist wie das "Rotlicht" älterer Autofokus-Spiegelreflexkameras. Dass ein Rotlicht-Strahler durchaus funktionieren würde, beweist der problemlose Betrieb der Kamera mit dem roten AF-Hilfslicht, das externe Systemblitzgeräte ausstrahlen. Es gibt also keinen technischen Grund, warum man neueren DSLRs kein rot strahlendes AF-Hilfslicht spendiert.

Nikon D200 Bodenansicht  [Foto: MediaNord]Auf welche Weise die D200 von den 7 oder 11 AF-Messfeldern Gebrauch macht, lässt sich mittels eines Schalters auswählen. Im selektiven Modus wählt man mit den Navigationstasten ein einzelnes Messfeld an (eine visuelle Kontrolle gibt es über die entsprechende AF-Messfeldmarkierung im Sucher), auf das die Kamera dann gezielt scharf stellt. Die dynamische Messfeldsteuerung ist hingegen mit der Zielvorrichtung von Jagdflugzeugen zu vergleichen, bei der man mit dem "Fadenkreuz" bzw. in diesem Fall einer AF-Messfeldmarkierung das "Ziel" anpeilt und dann dem System die Zielverfolgung überlässt. Die "Zielbewegungen" werden voraus berechnet, und wenn das Ziel seine Position verändert, wird automatisch das nächste AF-Feld aktiviert. Welches AF-Feld gerade aktiv ist, kann man jedoch nicht im Sucher nachverfolgen; es bleibt im Sucher das AF-Feld hervorgehoben, das man ursprünglich angewählt hat. Ähnlich arbeitet die dynamische Messfeldsteuerung mit Messfeldgruppen. Nur mit dem Unterschied, dass statt einem Messfeld gleich eine ganze Messfeldgruppe rund um ein ausgewähltes Hauptmessfeld zur "Zielerfassung" mit heran gezogen wird. Bleibt noch ein letzter AF-Betriebsmodus, wo auf das Messfeld scharf gestellt wird, das sich mit dem entfernungsmäßig nächstgelegenen Objekt bzw. Motivteil deckt. Welchen AF-Modus man bevorzugt, ist eine Frage des Geschmacks bzw. des jeweiligen Anwendungsgebietes (bei Sportfotos wird man einen anderen Modus auswählen als z. B. bei Porträts), und man kann wirklich nicht behaupten, dass der Autofokus der Nikon-Kameras da nicht anpassungsfähig sei.

Zum AF-Tempo ist nur zu sagen, dass die D200 "sauschnell" ist. Und das egal, ob man die Einzelbild-Fokussierung (S) oder die Schärfenachführung (C) am kleinen Schalter unter dem Objektiventriegelungsknopf eingestellt hat. Es wird dabei schwierig, konkreter zu werden, da unsere aktuelle Testmethode bei der Messung der Autofokus-Geschwindigkeit im Einzelbildfokussierungsmodus (siehe Messwerttabelle) an ihre Grenzen stößt. Vor allem dann, wenn Objektive mit Ultraschallmotor (AF-S-Serie) zum Einsatz kommen. Bei Verwendung der Kamera im Schärfenachführungsmodus wird es etwas einfacher, eine halbwegs verbindliche Aussage zu treffen. Wir können zumindest behaupten, dass der Autofokus keine Probleme hat, bis zu ca. 50 km/h schnellen Motiven zu folgen. Die einzige Domäne, wo die Schwestern der D2-Serie (D2H, D2Hs, D2X) der D200 wirklich überlegen sind, ist beim Fotografieren von sehr schnellen Bewegungsabläufen, wie sie z. B. beim Motorsport stattfinden. Nicht dass die D200 da überhaupt nicht in der Lage wäre, richtig scharf zu stellen (die D200 schlägt sich da noch ganz gut), aber die Bildausbeute ist mit den Profi-Boliden deutlich höher. Bei AF-S-Objektiven ist übrigens ein direkter manueller Eingriff in die Scharfstellung möglich (ohne den AF-Betriebsmodus zu wechseln); die Anbindung der D200 an die Objektivwelt ist beispielhaft gut und bietet eine Polyvalenz, die ihresgleichen sucht.

Nikon D200  [Foto: MediaNord]Blitz Ob es ein Zeichen von Professionalismus ist, wenn man den eingebauten Miniaturblitz einer Kamera wie der D200 herausholt, ist eine Frage, bei der sich die Gemüter teilen. Fest steht nur, dass es dagegen sehr unprofessionell ist, wenn man in die Verlegenheit kommt, die Ausrede "Ich hatte gerade keinen Blitz zur Hand" als Grund für ein misslungenes Foto zu nehmen. Die D200 besitzt jedenfalls einen Bordblitz, und der gehört mit einer Leistung von über LZ 13 (siehe Messwerttabelle) zur Kategorie "Kraftzwerg". Entriegelt wird der im Sucherkasten verborgene Lichtspender manuell (etwas Anderes würde in dieser Kameraklasse auch als zu aufdringlich angesehen werden), und auf seinen "Stelzen" ragt er hoch genug aus der Kamera heraus, um einerseits Abschattungseffekte zu vermeiden (zumindest bei Verwendung normal großer Objektive) und andererseits das Phänomen roter Augen auf einem Minimum zu halten. Laut Nikon soll der kleine Blitz in der Lage sein, den kompletten Bildwinkel eines Objektivs mit einer nominellen Brennweite von 18 mm auszuleuchten. Die Farbneutralität des Blitzlichtes ist gewährleistet; durch den Blitz bedingte Farbstiche konnten wir jedenfalls auf unseren Testaufnahmen nicht ausmachen.

Doch der kameraeigene Miniaturblitz hat über seine Funktion als kleiner nützlicher Helfer hinaus noch einen zusätzlichen Nutzwert: Er kann nämlich bei der drahtlosen Blitzsteuerung (nicht zu verwechseln mit der vergleichsweise primitiven drahtlosen Blitzauslösung) als Steuergerät eingesetzt werden. So kann man unter Beibehaltung sämtlicher Automatiken frei im Raum aufgestellte Blitzgeräte (so weit sie mit der Technik kompatibel sind) kabellos auslösen, ohne einen so genannten "Master" auf die Kamera montieren zu müssen. Das Ganze funktioniert sogar mit Verteilung der Blitzkraft und Auslösung auf verschiedenen Kanälen. Als "Slaves" kommen alle Blitzgeräte aus dem "Nikon Creative Lighting System" wie etwa der SB-800, der SB-600, der neu vorgestellte SB-R200 oder kompatible Fremdgeräte in Frage. Wer eine Kabelanbindung oder einen direkten Anschluss eines Blitzgerätes bevorzugt, findet an der D200 einen TTL-Blitzschuh und eine PC-Synchronbuchse (X-Kontakt) vor. Damit ist die D200 für alle Fälle gerüstet und lässt dem Fotografen die Wahl, auf welche Art er am liebsten blitzen möchte.

Nikon D200 Draufsicht  [Foto: MediaNord]Einen Wermutstropfen gibt es aber: Für alles, was über das Auslösen eines Blitzgerätes hinausgeht, wird die Unterstützung der so genannten iTTL-Technologie vorausgesetzt. Besitzt man noch ein Blitzgerät, das nicht auf dem aktuellen Stand der Nikon-Technik ist, muss man es zwangsläufig in der Eigenautomatik betreiben und gewisse Einstellungen per Hand vornehmen. Die i-TTL-Belichtungsmessung und -steuerung steht vor allem für ein Plus an Präzision bei der Blitzbelichtung und wird sowohl im drahtlosen Blitzbetrieb als auch über den Blitzschuh angeboten. Der Vorteil gegenüber konventionelleren TTL-Systemen besteht darin, dass das natürliche Umgebungslicht und das Blitzlicht nicht mehr getrennt (was zu Abweichungen in der Messung führen konnte), sondern von einer einzigen Messzelle gemessen werden. Dazu sendet die Kamera unmittelbar vor dem Hauptblitz einen ultrakurzen (für das menschliche Auge unsichtbaren) Messblitz aus. Die eigentlich der Messung des Umgebungslichtes gewidmete 3D-Farbmatrix-Messzelle, die kurz zuvor noch das Umgebungslicht gemessen hat, misst dann das vom Motiv reflektierte Blitzlicht, ermittelt die richtige Blitzbelichtung und stimmt diese mit der Belichtung für das Umgebungslicht ab – und das alles noch, bevor die eigentliche Belichtung beginnt. Das Resultat ist eine viel natürlichere Abstimmung zwischen den beiden Lichtquellen.

In dieser Hinsicht sind die Kameras der D2-Serie der D200 weiter überlegen, weil sie die iTTL-Technologie unterstützen und extra für die Rückwärtskompatibilität zum "alten" D-TTL-System noch eine separate Blitzmesszelle integrieren. Bei der D200 setzt man hingegen voll auf iTTL, und wer ein entsprechend kompatibles Blitzgerät nicht besitzt, muss sich entweder mit dem Gedanken abfinden, nur einen Bruchteil der Möglichkeiten seiner Kamera beim Blitzen ausschöpfen zu können oder in den sauren Apfel beißen und sich ein neues Blitzgerät kaufen. Im Blitzbetrieb stehen dann alle Grundfunktionen und Sonderfunktionen (Synchronisation auf den 1. oder 2. Verschlussvorhang, Blitzbelichtungskorrekturfunktion, Blitz-Langzeitsynchronisation, automatische Anpassung des Zoomreflektors an die eingestellte Brennweite, automatische Blitzbelichtungsreihen u. v. m.) bei Blitzsynchronzeiten von max. 1/250 s (normal) oder 1/8.000 s (Highspeed-Synchronisation) zur Verfügung.

Bildqualität Herzstück der D200 ist ein neuer Hochleistungs-Bildsensor im DX-Format mit einer Auflösung von 10,2 Megapixeln. Natürlich liegt der Gedanke nahe, dass es sich um den Sensor der Sony DSC-R1 handelt. Doch das ist wohl nicht der Fall, da man es sowohl mit unterschiedlichen Sensortechnologien (CMOS bei der R1 und CCD bei der D200) als auch mit unterschiedlichen Sensorgrößen (21,5 x 14,4 mm bei der R1 und 23,6 x 15,8 mm bei der D200) zu tun hat. Die einzelnen Pixel auf dem CCD der D200 sind 6,05 x 6,05 µm groß. Außerdem soll sich der neue CCD, über dessen Herkunft man weiter spekulieren darf, beim Stromverbrauch sehr genügsam geben. Ausgegeben werden die Aufnahmen wahlweise im NEF/RAW-Format (12 Bit) mit JPEG-Abbild oder nur als JPEG-Bild. Die maximale Bildgröße liegt bei 3.872 x 2.592 Bildpunkten (10 Megapixeln), wählbar sind noch Auflösungsstufen von 2.896 x 1.944 Bildpunkten (5,6 MP) und 1.936 x 1.296 Bildpunkten (2,5 MP). Es mag ja sein, dass man als ambitionierter Fotograf nicht mit unzähligen Auflösungsstufen "totgeschlagen" werden will, aber im Praxisbetrieb könnte man durch eine etwas feinere Abstufung der Kamera etwas mehr Flexibilität bei der Einstellung der Auflösung abgewinnen.

Nikon D200 Seitenansicht  [Foto: MediaNord]Andererseits kann man wählen, ob auch die NEF/RAW-Bilder komprimiert werden sollen oder nicht. Das ist das erste Mal, dass wir ein solches Feature bei einer Digitalkamera sehen. Bei gewöhnlichen JPEG-Bildern stehen für jede der drei Auflösungsstufen drei Qualitätsstufen (Fine, Normal, Basic) zur Auswahl, bei denen unterschiedlich starke Komprimierungsfaktoren angewendet werden. Die Komprimierungen fangen mit 1:10 (Fine) relativ hoch an. Als Alternative dazu bietet sich die zweite Stufe mit 1:13 (Normal) an, die schon kleinere Dateien produziert, ohne dass wirklich ein Qualitätsunterschied zu bemerken wäre. Die dritte Stufe mit 1:42 (Basic) komprimiert hingegen schon extrem, wobei die Artefaktrate (komprimierungsbedingte Blockartefakte) im Vergleich zu den anderen Einstellungen erstaunlicherweise erträglich ausfallen. Die D200 bietet zudem die Option der Dateigrößen- oder Qualitätsfixierung. Bei der Dateigrößenfixierung werden die Bilder auf eine näherungsweise einheitliche Dateigröße komprimiert. Bei der Qualitätsfixierung versucht die Kamera hingegen, unabhängig von der Dateigröße eine möglichst optimale Bildqualität zu erreichen, indem sie die Stärke der Komprimierung vom fotografierten Motiv abhängig macht. Das sind sehr nützliche Funktionen, die im professionellen Umfeld (z. B. bei komplexen Produktionen) durchaus gefragt sind und auch Verwendung finden.

Besonders interessant ist aber die Art, wie die D200 die Informationen des CCDs auswertet. Hier arbeitet die D200 genauso wie die D2X, D2H und D2HS, bei denen das Auslesen des CCDs gleich über 4 Kanäle erfolgt. Vergleichen kann man dieses 4-Kanal-System mit einer 4-spurigen Autobahn, auf der jede Spur für eine andere "Fracht" reserviert ist. Die unterschiedlichen Frachten sind in diesem Fall die Rot-, Grün- und Blau-Informationen, aus denen später das fertige Bild errechnet wird. Da es doppelt so viele Grün-Informationen gibt wie rote und blaue (Grund dafür ist die besondere Aufteilung des Bayer-Farbmosaikfilters), dürfen die "Grünen" gleich zwei Spuren benutzen. Dass es auf einer solchen Autobahn schneller voran geht als auf einer einspurigen Straße, dürfte wohl klar sein. Das wirkt sich u. a. auf die Serienbildgeschwindigkeit aus (mehr dazu in der nächsten Testrubrik). Ein weiterer Vorteil einer solchen Infrastruktur ist aber auch, dass das Bildsignal schön "sauber" aufgeteilt wird und so jede Fracht eine eigene "Behandlung" bekommen kann. Das geschieht noch vor der Umwandlung des analogen Signals in ein digitales Signal, und jedem Kanal ist ein eigener Analog/Digital-Wandler (der mit 12 Bit arbeitet) gewidmet. Erst später werden die einzelnen Signale bzw. Kanäle wieder zusammengeführt. Das wirkt sich seinerseits auf die Qualität des Bildsignals (Farbtreue, Feinheit der Farbübergänge, Farboptimierung beim Weißabgleich) aus.

Und tatsächlich weist das Bildsignal eine sehr hohe Qualität auf. Ohne dass das Signal sonderlich "nachbehandelt" werden muss, liefert die Kamera/Objektiv-Kombination (in diesem Test wurde die D200 mit einem AF-S Nikkor 18-70 mm 1:3,5-4,5G ED aus der DX-Serie "gepaart") ein schön detailreiches Bild. Am besten reizt die Kamera das Objektiv in mittlerer Zoomstellung aus. In dieser Position und bei langer Brennweite fallen zwar die Messwerte durch brennweitenabhängige Auflösungsverluste zu den Bildrändern hin leicht ab (in der kurzen Brennweite sind die Resultate etwas homogener), aber selbst wenn man den Detailreichtum ausschließlich an der (allgemein auch etwas richtungsabhängigen) Auflösung fest macht, bleibt alles im absolut vertretbaren Maße. Wie wenig die Signalverarbeitung in das Bildresultat eingreift, zeigt sich zum Beispiel an der Scharfzeichnung, welche die Kantenkontraste nur in den mittleren Bildhelligkeiten anhebt – und dann auch nur leicht. Trotz messtechnisch niedriger Scharfzeichnung sehen die Bilder der D200 bei visueller Betrachtung alles andere als unscharf aus, und eine Erhöhung des Scharfzeichnungsparameters im Kameramenü ist nur dann nötig, wenn man schnell gebrauchsfertig "knackige" Bilder braucht (wie es u. U. bei Pressefotografen der Fall ist). Jedenfalls wird die nachträgliche Bearbeitung der Bilder am Computer nicht durch irgendwelche Bildstörungen (wie z. B. Scharfzeichnungsartefakte bzw. Signal-Clipping) beeinträchtigt; die Kantenwiedergabe ist in allen Ausrichtungen sehr neutral und inoffensiv. Überhaupt neigt die D200 – zumindest in Kombination mit dem Testobjektiv – kaum zur Artefaktbildung. Der Kontrast ist bei allen Ausrichtungen sehr gut und gleichmäßig, die bei geneigten Strukturen in nahezu jeder Ausrichtung auftretenden Helligkeitsmoirés stören aufgrund des niedrigen Eigenkontrastes nicht wirklich. Auch das leichte Aliasing an diagonalen Strukturen hält die D200 nicht davon ab, allgemein gut bis mittel für die anspruchsvolle Bildbearbeitung geeignet zu sein.

Der CCD und die daran angeschlossene Signalverarbeitungselektronik (ASIC/LSI, CDS, PGA) der D200 besitzen aber noch weitere Eigenschaften. Durch die optimierte Signalverstärkung können einstellbare Empfindlichkeitsstufen entspr. ISO 100 bis ISO 1.600 (in Drittelstufen einstellbar) angeboten werden; über die zusätzlichen Stufen H0.3 (entspr. ISO 2.000), H0.7 (entspr. ISO 2.500) und H1 (entspr. ISO 3.200) lässt sich der Empfindlichkeitsbereich noch weiter ausdehnen. Dabei darf man gerne einmal in die höheren Empfindlichkeitsregionen vorstoßen, da das Rauschverhalten der D200 erwartungsgemäß außergewöhnlich gut ausfällt. Bis Rauschen auf den Bildern sichtbar wird, muss man schon stark an der "Empfindlichkeitsschraube" drehen, und dann kann man – ab ISO 400 – immer noch im Menü die passende Rauschunterdrückungseinstellung (die 3 Stufen kennt) aktivieren. Auch ohne Zuschalten dieser Funktion muss man schon auf den meisten Bildern lange nach dem Rauschen suchen. Fündig wird man vornehmlich in Bildpartien mittlerer Helligkeit sowie in dunkleren Bildbereichen. Dort findet man praktisch nur das verhältnismäßig wenig störende Helligkeitsrauschen und beinahe kein Farbrauschen in nicht aggressiver Form vor. Ebenfalls im Menü zu finden ist eine Rauschunterdrückungseinstellung speziell für Langzeitbelichtungen, die ab Belichtungszeiten von einer halben Sekunde greift und sich der Dunkelbildsubtraktionsmethode bedient.

Nikon D200 Seitenansicht  [Foto: MediaNord]Bei der Farbwiedergabe hat man die Wahl zwischen zwei Farbräumen (Adobe RGB, sRGB) und drei Farbmodi. Je nach Farbmodus ist die Farbwiedergabe auf die naturgetreue Wiedergabe von Hauttönen (Porträts o. ä.), Grün- und Blautönen (Naturfotos, Landschaftsaufnahmen o. ä.) oder auf die Druckwiedergabe abgestimmt. Die Farbmodus-Einstellungen findet man neben anderen Parametriermöglichkeiten (Scharfzeichnung, Bildkontrast, Farbsättigung, Farbmodus, Farbton) unter den benutzerdefinierten Bildoptimierungseinstellungen; "Gebrauchsfertiges" gibt es in Form diverser Voreinstellungen (Normal, Weicher, Brillant, Intensiv, Porträt, Schwarzweiß). Übrigens soll der neu entwickelte optische Tiefpassfilter der D200 über seine Bestimmung als Moiré-Schutz hinaus nicht nur Farbsäume kompensieren, sondern mit einer zusätzlichen IR-Schicht auch noch Rotstichen entgegenwirken. Das scheint auch kein Marketing-Geschwätz zu sein, denn die D200 gibt Farben sehr neutral (auch ohne die amateurkameratypische Intensivierung der Farben) und fein differenziert wieder. Da zudem der Weißabgleich mit einer hohen Präzision arbeitet, braucht man auch in dieser Hinsicht keine leuchtquellen- bzw. farbtemperaturbedingten Farbstiche zu befürchten. Das hat die D200 vor allem der Fähigkeit der 3D-Color-Matrixmesszelle (mehr dazu im nächsten Absatz) zu verdanken, bestimmte "Farbtendenzen" erkennen zu können. Selbstverständlich bietet die D200 nichtsdestotrotz alle denkbaren Einstellungen für den Weißabgleich (Automatik, 6 Voreinstellungen, Farbtemperaturwert-Eingabe, automatische Weißabgleichreihen, manueller Weißabgleich) an. Neu ist jedoch die Bequemlichkeit, mit der der manuelle Weißabgleich vonstatten geht. Bei der D200 genügt es, die WB-Taste oben auf der Kamera ein paar Sekunden gedrückt zu halten, bis die Anzeige "PRE" (für Pre-Set) zu blinken beginnt. Dann braucht man die Kamera nur noch auf ein weißes oder neutral-graues Referenzobjekt (Wand, Papierbogen o. ä.) zu richten und den Messwert durch Betätigen des Auslösers zu speichern (4 Speicherplätze stehen zur Verfügung). Das geht fast genauso schnell und einfach wie bei Kompaktdigitalkameras.

Ein wichtiges Kriterium bei der Bildqualität stellt natürlich auch die Qualität der Belichtung dar. Die dürfte über jeden Zweifel erhaben sein, da die D200 dieselbe Technik (3D-Color-Matrixmessung II) wie die Kameras der D2-Serie zur Belichtungsmessung einsetzt. 1996 weihte Nikon mit der F5 die 3D-Color-Matrixmessung ein. Bis dahin analysierten Kameras ausschließlich die Lichtverteilung (je nach Anzahl der Messzellen mehr oder weniger grob) und konnten auf diese Weise schon die Helligkeit und den Kontrast einer Szene in die Belichtungsmessung mit einfließen lassen. Die F5 bzw. die 3D-Color-Matrixmessung revolutionierte die Belichtungsmessung insofern, dass neue Faktoren mit einbezogen wurden. Das war zuerst einmal die räumliche Lage des Hauptmotivs im Bild, die über die AF-Sensoren (vertikale/horizontale Position) und über einen Chip in jedem Objektiv (zur Übermittlung der Entfernungsinformation) ermittelt wurde. Daher auch das 3D im Namen. Doch die wahre Neuerung war, dass "Farbe ins Spiel" kam. Anhand eines RGB-Sensors mit 1.005 Pixeln (eine Art Mini-CCD) konnte die Farbverteilung im Bild grob berücksichtigt werden. Das reichte, um z. B. eine Szene mit viel Blau (Himmel) und viel Grün (Wiesengrün, Laub o. ä.) durch Vergleich mit einer Datenbank (die damals schon 30.000 Referenzsituationen umfasste) als Landschaft zu identifizieren und die Belichtung entsprechend anzupassen. Das alles kann auch die 2. Generation der 3D-Color-Matrixmessung, die nun jedoch verfeinerte Algorithmen zur Erkennung sowie zur Kompensierung von Schatten und Lichtern im Bild besitzt und somit nicht nur den Gesamtkontrast im Bild, sondern auch den Kontrast der hellsten und dunkelsten Bildpartien in die Belichtungsmessung mit einfließen lässt.

Apropos Kontrast: Die D200 besitzt eine hervorragende Eingangsdynamik von 8,9 Blendenstufen, eine sehr gute Ausgangsdynamik (mit 252 von 256 möglichen, abgebildeten Helligkeitsstufen) und eine sehr lineare Tonwertwiedergabe. Das führt zu Bildern mit einem gleichmäßigen Kontrast und mit einer außergewöhnlich präzisen Lichter- und Schattenwiedergabe. Eigentlich gibt es hinsichtlich der Bildqualität kaum etwas zu kritisieren, denn die einzigen Schwächen, die die Kamera in unserem Test offenbart hat, sind eher auf das Objektiv zurückzuführen. So produziert das AF-S Nikkor 18-70 mm 1:3,5-4,5G ED DX an der D200 eine – in Weitwinkelposition – deutlich sichtbare, tonnenförmige Verzeichnung, gepaart mit einer Vignettierung von knapp einer ganzen Blende. Die Verzeichnungs- und Vignettierungswerte verbessern sich jedoch mit zunehmender Brennweite (siehe DCTau-Testprotokoll), so dass das Objektiv dennoch die Anforderungen der Kamera gut erfüllen kann.

Sonstiges/besondere Funktionen Alle Möglichkeiten, die einem mit der D200 gegeben werden, aufzuzählen, würde sicherlich den Rahmen dieses – ohnehin schon sehr langen – Testberichtes sprengen. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einfach einmal festhalten, dass die Kamera in Sachen Einstell- und Eingriffsmöglichkeiten keine Wünsche offen lässt, und gehen nur noch auf die wichtigsten Sonderfunktionen ein.

Nikon D200 Akkudiagnose  [Foto: MediaNord]Die D200 kann Bilder zeitverzögert (der Selbstauslöser kennt Vorlaufzeiten von 2, 5, 10 oder 20 s, und ein Intervallauslöser ist auch vorhanden), mit Variationen in der Belichtung oder im Weißabgleich (Bracketing), aus der Ferne (drahtlos oder über Kabel) oder auch als Serie aufnehmen. Im Serienbildmodus schafft sie 18 bis 22 Bilder in Folge bei mindestens 5 Bildern pro Sekunde im RAW/NEF-Format. Bei Serienaufnahmen im JPEG-Format tritt die "Zwangspause" u. U. nur sehr spät (frühestens beim 29. Bild) oder gar nicht ein. Alles hängt von der Geschwindigkeit der verwendeten Speicherkarte ab. Wir verwendeten im Test eine 1 GByte große Extreme-III-Karte von SanDisk mit einem angepriesenen Datendurchsatz von 20 MByte pro Sekunde und warteten vergebens darauf, dass der Auslöser beim Aufnehmen von Serienbildern blockierte. Das tat er aber nicht, das Einzige was auftrat, war eine progressive Verlangsamung der Bildfrequenz. So sank diese von maximal 5,8 Bildern pro Sekunde (bei den ersten 10 Bildern) auf zirka 5,3 B./s (Stand beim 25. Bild) um dann kurz danach einzubrechen und sich irgendwann mal bei 2,2 B./s einzupendeln. Es gibt also in der Praxis keine Bildzahllimitierung im Serienbildmodus; die offiziell von Nikon angegebene Höchstmenge von 29 bis 37 Bildern ist wohl nur die Grenze, bis zu welcher die Bildfrequenz nicht unter den ausgelobten 5 Bildern pro Sekunde fällt. 

Von den Kameras der D2-Serie übernimmt die D200 die Mehrfachbelichtungs- und Bildmontage-Funktion. Hierbei handelt es sich um erweiterte Funktionen, die – über das Zusammenfügen von mehreren Bildern bzw. einzelnen Bildteilen hinaus – eine Kontrolle über das Bildresultat (der "Überblendeffekt" kann gesteuert werden) zulassen. In Verbindung mit der Außenwelt macht die D200 ebenfalls auf Professionell. Für die D200 gibt es die optionale WLAN/WiFi-Sendeeinheit WT-3, welche die drahtlose Bildübertragung (unterstützt werden die IEEE-Standards 802.11 b/g) sowie die kabellose Fernsteuerung der Kamera vom Computer aus ermöglicht, und mit dem als Zubehör erhältlichen Schnittstellenkabel MC-35 lässt sich jeder GPS-Empfänger mit serieller Schnittstelle (10-polig) an die Kamera anschließen. Die GPS-Daten (Längengrad, Breitengrad und Höhe des Aufnahmeortes sowie die Weltzeit im UTC-Format) werden dann in den EXIF-Daten festgehalten. Dieses und noch viel mehr auszuwerten, erlaubt die mitgelieferte Software Picture Project, die seit letzter Woche in der brandneuen Version 1.6.1 vorliegt. Bilder können damit übertragen, verwaltet und bearbeitet werden; einen kleinen Vorgeschmack auf das, was außerdem noch mit der optional erhältlichen Software Nikon Capture 4 möglich ist (u. a. die Verarbeitung der 12-bit-Daten und die Anzeige der Bilder mit 16 Bit pro Farbkanal), gibt die beiliegende Trial-Version dieses Programms.

Nikon D200 Detailansicht  [Foto: MediaNord]Was die Energieversorgung betrifft, bewegt sich die D200 auch auf professionellem Niveau. Extra für die D200 entwickelt wurde der neue Lithiumionenakku EN-EL3e (7,4V bei 1.500 mAh), der mit einer Ladung die D200 zumindest theoretisch bis zu 1.800 Aufnahmen lang mit Strom versorgt (siehe Messwerttabelle). Der EN-EL3a-Akku anderer Nikon-Kameras kann übrigens nicht in der D200 verwendet werden. Kontroverse Diskussionen wird sicherlich der Umstand auslösen, dass die D200 bei der Verwendung mancher Fremdakkus den Dienst verweigert. Offiziell heißt es, dass man damit eine Beschädigung der Kamera verhindern wolle, aber böse Zungen werden unterstellen, dass Nikon auf diese Weise nur "Marken-Protektionismus" betreibt. Eine sehr genaue Auskunft über den Ladestand und Zustand des Akkus gibt die Akkudiagnose-Funktion im Systemmenü. Sie zeigt die Restkapazität des Akkus in Prozenten, die Anzahl der seit der letzten Akkufüllung gemachten Bilder und die geschätzte "Restlebenszeit" des Akkus an. "Heavy User" können die D200 um das Batterieteil MB-D200 erweitern. Das verleiht der Kamera nicht nur einen professionelleren Look, sondern nimmt gleich 2 Akkus vom Typ EN-EL3e bzw. 6 handelsübliche AA/Mignon-Zellen (Einwegbatterien oder Akkus) auf. Zwei zusätzliche Einstellräder, ein seitlich platzierter Auslöser und eine separate AF-Starttaste sollen die Bedienung der Kamera bei Hochformat-Aufnahmen erleichtern.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Kameratechnik selbst. Der vertikal verlaufende Hochgeschwindigkeitsverschluss der D200 mit doppelt ausgelegten Lamellen ist auf mindestens 100.000 Auslösungen ausgelegt und kann Verschlusszeiten erreichen, die so kurz wie 1/8.000 s sind (im Normalbetrieb und bei der FP-Kurzzeitsynchronisation). Im Standard-Blitzbetrieb beträgt die kürzeste Synchronzeit 1/250 s. Die Dunkelphase im Sucher dauert gerade einmal 105 Millisekunden, und die USB-2.0-Highspeed-Schnittstelle soll eine Übertragungsrate von ca. 9 MByte/s schaffen. Bei der Belichtungsmessung liegt die Gewichtung der mittenbetonten Integralmessung zu 75% auf einem mittleren Kreis (dessen Durchmesser sich auf 6, 8, 10 oder 13 mm einstellen lässt) und zu 25% auf dem umgehenden Bildbereich, während man bei der Spotmessung den 3 mm großen Messpunkt mit dem aktiven AF-Messfeld (im 11-Punkt wie auch im 7-Punkt-Modus und selbst bei dynamischer Messfeldsteuerung) verknüpfen kann. Eine Abblendtaste, eine Spiegelvorauslösungsfunktion und eine ISO-Automatik sind natürlich auch mit von der Partie. Dabei geht letztere Funktion etwas weiter als die ISO-Automatik anderer Digitalkameras, da man eine Verschlusszeit zwischen 1 und 1/250 s als "Limit" einstellen kann. Die Kamera versucht dann, diesen Wert nicht zu unterschreiten, indem sie die Empfindlichkeit in einem Bereich zwischen ISO 200 und ISO 1.600 automatisch erhöht. Weitere Details zu Technik, Funktion und Ausstattung der D200 finden unsere Leser im nebenstehenden Steckbrief, im digitalkamera.de-Datenblatt der D200 sowie in der Messwerttabelle weiter unten.

Fazit Vermutlich wird die Antwort des Erzrivalen Canon nicht lange auf sich warten lassen, doch wer bisher nicht zum "Feind" übergelaufen ist, weil man entweder Nikon treu bleiben wollte oder die Nikon-Produkte überzeugender findet, wird von Nikon mit einer Kamera belohnt, die Technikfreaks und anspruchsvollste Fotografennaturen gleichauf begeistern wird. Die D200 ist die Kamera, auf die die "Nikonisten" schon lange gewartet haben, und sie hat das Zeug dazu, denselben Kultstatus zu erlangen wie die F801 und die F90X zu analogen Zeiten. Von den Möglichkeiten bzw. von der Ausstattung und von der Bildqualität her dürfte die D200 sogar manche Profis ansprechen, da sie deren Ansprüchen durchaus gerecht werden kann. Es bleibt also nur noch abzuwarten, wie die Konsumenten auf die D200 reagieren – wir wünschen ihr jedenfalls viel Erfolg.

Messwerte
Einschaltzeit ca. 0,15 s (Herstellerangabe)
Brennweitenverstellung
  Anzahl Stufen
  Zeit Weitwinkel bis Tele
Manuell am Objektiv

Autofokus-Geschwindigkeit min. < 0,1 s / ca. 0,2 s / max. 0,4 s (abhängig von Motiv und Aufnahmebedingungen)
Auslöseverzögerung < 0,1 s (Herstellerangabe: 50 ms)
Blitz
  Leitzahl
 
14,6 (Herstellerangabe: LZ 13)
Batterielaufzeit > 400 Aufnahmen (Herstellerangabe: 1.800 Aufnahmen)
Speicherzeiten
  RAW (ohne JPEG-Abbild)
  JPEG (Fine)
  TIFF
 
2,0 s (15,4 MByte)
0,7 s (3,40 MByte)

Auslösung während der Speicherung möglich
Serienbilder
   Verwendete Auflösung
   Geschwindigkeit
   Anzahl
   mit Blitz
 
3.872 x 2.592
bis ca. 5,8 Bilder/s* (Herstellerangabe: ca. 5 B./s)
max. 22 Bilder bei RAW/NEF-Aufnahmen*
ja (bei verlangsamter Bildfolgezahl)
* siehe Abschnitt "Sonstiges/besondere Funktionen"


Weiterführende Links


Meldungen die auf diese Meldung verweisen

Kamera-Tests Auswahl

Hersteller
Kameras

Steckbrief
Hersteller Nikon
Modell D200
Preis ca. 1.700 EUR
Auflösung CCD-Sensor 10,2 Millionen Pixel
Max. Bildgröße
(Seitenverhältnis)
3.872 x 2.592
2.896 x 1.944
1.936 x 1.296
Videoaufnahme
  Auflösungsstufen 
  mit Ton
  Videoformat  
  Bildfrequenz
  Aufnahmedauer





Tonaufnahmen
  bei Video
  Sprachnotiz
 

optischer Sucher
   Dioptrienausgleich
ja
ja
Spiegelreflex ja
LCD-Monitor
  Auflösung
  drehbar
  schwenkbar  
  als Sucher
  verzögerungsfrei

230.000 Pixel



ja
Lichtmessung
  Matrix/Mehrfeld-
  Messung
  mittenbetonte 
  Integralmessung
  Spot 
  Multi-Spot
  Messwertspeicher
  (AE-Lock)
 
ja
 
ja
 
ja

ja
Anzeige der Belichtungswerte Sucher,
LC-Statusdisplay
Programmautomatik ja
Blendenautomatik 1/8.000 bis 30 s
in 55 Stufen
Zeitautomatik Blendeneinstel-lungen abhängig
vom Objektiv
manuelle Belichtung
  Blende
  
    Verschlusszeit
  
  BULB-Langzeit-
  belichtung

Blendeneinstel-lungen abhängig vom Objektiv
1/8.000 bis 30 s in 55 Stufen
ja
Motivprogramme   –
Automatische Belichtungsreihen 3, 5, 7 oder 9 Aufnahmen

1/3, 2/3 oder 1 LW
Empfindlichkeit
  automatisch
  
  manuell
 
ISO 200-1.600

ISO 100, 125, 160,
200, 250, 320, 400, 500, 640, 800, 1.000, 1.250, 1.600, H0.3 (entspr. ISO 2.000), H0.7 (entspr. ISO 2.500),H1 (entspr. ISO 3.200)
Weißabgleich
  Automatik
  Voreinstellungen
 
 
 
  
  
  manuell   (Weißpunkt-
  speicherung)
  sonstiges
 
ja
Tageslicht sonnig, Tageslicht bewölkt, Schatten,  Glühlampenlicht, Leuchtstofflampen-licht, Blitzlicht
ja
 
 
autom. Weißabgleich-reihen, manuelle Farbtemperatur-eingabe, Weißabgleich-Feinkorrektur
Brennweite
  real
  Kleinbild-äquivalent
  Zoomfaktor
objektivabhängig


Lichtstärke
(Weitwinkel bis Tele)
objektivabhängig
Digitalzoom
Autofokus
  Anzahl Messfelder
  Messfeld-Wahl
  
  Einzel-AF
  kontinuierlicher AF
  AF-Hilfslicht
ja
11 / 7
automatisch und manuell
ja
ja (prädiktiv)
ja
Naheinstellgrenze objektivabhängig
Filtergewinde objektivabhängig
Weitwinkelkonverter*
Telekonverter*
Blitzmodi
  Automatik
  manuell an
  Rote-Augen-
  Korrektur
  Langzeitsynchron.
  auf 2. Ver-
  schlussvorhang
  Blitzbelichtungs-
  korrekturfunktion
  
  Slave-Funktion
 
ja
ja
ja
 
ja
ja
 
+ 1 LW bis -3 LW
in 1/2 oder 1/3 Stufen

drahtlose iTTL-Blitzsteuerung*
Blitzanschluss
  Blitzschuh
 
 
  
  Synchronbuchse
  int. u. ext. Blitz
  gemeins. auslösbar

TTL-Blitzschuh mit Mittenkontakt und herstellerspez. Kontakten
ja
ja (im drahtlosen Blitzbetriev)
 
PC-Übertragung
  USB 2.0-Schnitt-
  stelle
  
  USB-Mass Storage   Class-Kompatibilität
  Firewire-
  Schnittstelle
 
Mini-B-Buchse
(High-Speed-Klasse)

ja


Kompatibilität
  PTP-Bildüber-
  tragungsprotokoll
 
ja
Video-Ausgang
   
  PAL
  NTSC
Video-Out-Klinken-
buchse
ja
ja
Akku EN-EL3e
Lithiumionenakku (7,4 V, 1.500 mAh)
Ladezeit: ca. 2 h, Aufladung außerhalb der Kamera
Standardbatterien
einsetzbar
ja* 
Netzeingang 9 V
Speichertyp
  CompactFlash
 
Microdrive-
  kompatibel  
 
ja
ja
Selbstauslöser 2, 5, 10, 20 s
Fernauslöser optional
Intervall-Aufnahmen ja
Bildfeineinstellung
  Scharfzeichnung
  Bildkontrast
 
  Farbsättigung

6 Stufen
3 Stufen + eigene Gradationskurve
3 Stufen
Menüsprachen de, en, es, fr, it, nl, pt, ru, se, jp, cn, ko
Wiedergabe-
funktionen
Index, Diaschau, mehrstufiges Wiedergabe-
zoom, Histogramm-
anzeige, Anzeige der EXIF-Aufnahme-
daten, Anzeige der Lichter und Schatten u.v.m.
Bildeffekte
  Graustufen
  Sepia
  Schwarzweiß
  (2 Bit)
 
ja

Druckfunktionen
  DPOF
  PictBridge
  EXIF 2.2/Print
  Epson Print Image   Matching II
 
ja
ja
ja
k. A.
Rückstellung auf Werkseinstellung ja
Firmware-Update
durch Benutzer
ja
Einschaltzeit ca. 0,15 s
Einhandbedienung
(Zoom + Auslöser)
Gewicht (betriebsbereit) 930 g (ohne Objektiv)
 
– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

* optionales Zubehör erforderlich, vom Kamerahersteller angeboten

Kurzbewertung

  • ausgezeichnetes Preis-/Ausstattungsverhältnis
  • gut durchdachte Bedienung
  • ausgeprägte Robustheit, Tropenschutz
  • fortgeschrittene Erweiterungsmöglichkeiten (GPS, WLAN, Batteriegriff usw.)
  • konkurrenzfähige Auflösung
  • erweiterte Rückwärtskompatibilität zu manuellen Objektiven (Ai, AiS)
  • iTTL-Blitzbelichtungs-messung und -steuerung
  • polyvalentes Autofokus-System
  • sehr schnelle Reaktionszeiten (AF, Auslösung, Einschaltzeit, Serienbilder, Datentransfer usw.)
  • eingeschränkte Blitzkompatibilität (nur iTTL)
  • grell-weißes AF-Hilfslicht
  • Gummierung löst sich an verschiedenen Gehäusestellen ab (zumindest beim Vorserienmodell)
  • nicht mit anderen Akkutypen kompatibel (EN-EL3a und manche Fremdfabrikate)
  • kein mechanischer Drahtauslöseranschluss (wie bei der F80 & Co.)
  • Nikon Capture nur gegen Aufpreis