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Kameras


Steckbrief
Hersteller Nikon
Modell Coolpix S8200
Preis ca. 280 EUR
Sensor Auflösung 16 Megapixel
Max. Bildauflösung 4.608 x 3.456
(Seitenverhältnis) (4:3)
Objektiv F3,5-5,9/25-350mm
Filtergewinde
Sucher
  Dioptrienausgleich
  Auflösung
  Vergrößerung
  Bildfeldabdeckung
LCD-Monitor 3"
  Auflösung 921.000
  drehbar
  schwenkbar
  als Sucher ja
Videoausgang AV und HDMI (je PAL/NTSC)
Programmautomatik ja
Blendenautomatik
Zeitautomatik
manuelle Belichtung
  BULB-Langzeit-
  belichtung
Motivprogramme
  Porträt ja
  Kinder/Baby
  Landschaft ja
  Makro ja
  Sport/Action ja
  weitere 14
Belichtungsmessung   Mehrfeld, mittenbetont Integral
Blitz ja
  Blitzanschluss
Fernauslöser
Intervallaufnahme
Speichermedium SD/SDHC/SDXC
Videomodus
  Format MOV
  Codec H.264
  Auflösung (max.) 1.920 x 1.080
  bei Bildfrequenz
30 Bilder/s
Empfindlichkeit
  automatisch ISO 100-1.600 (auf ISO 400 begrenzbar)
  erweitert
  manuell ISO 100-3.200
Weißabgleich
  Automatik ja
  Sonne ja
  Wolken ja
  Leuchtstofflampe ja
  Glühlampe ja
  Sonstiges
  Manuell ja
Autofokus
  Anzahl
  Messfelder
77
  AF-Hilfslicht grüne LED
  Geschwindigkeit ca. 0,3-0,8 s
Sprachen Deutsch
  weitere 21
Gewicht
(betriebsbereit)
213 g
Zoom
  Zoomverstellung motorisch über Ringwippe
Einhandbedienung
(Zoom und Auslöser)
ja
Auslösung während d. Speicherns mögl.
Akkulaufzeit ca. 250 Bilder lt. CIPA

– = "entfällt" oder "nicht vorhanden"

Kurzbewertung

  • 14-fach-Zoom mit 25 Millimeter Weitwinkel in sehr kompaktem, schmuckem Gehäuse
  • Bildqualität bis ISO 800 über Klassendurchschnitt
  • HDR-Fotos und Rauschminderung per Serienaufnahme
  • Dank praxisgerechter Motivprogramme einfach zu bedienen
  • Deutlich zu wenige Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten
  • Insbesondere im Telebereich langsamer Autofokus
  • Zoomen bei Videoaufnahmen erzeugt Störgeräusche
  • Blitz lässt sich nur durch Ausschalten der Kamera einfahren

Testnoten

Note Anteil  Punkte
Verarbeitung 12,5 % 88 %
Ausstattung 12,5 % 79 %
Handhabung 12,5 % 80 %
Geschwindigkeit 12,5 % 81 %
Bildqualität 50,0 % 90 %
Gesamtnote 86 %

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Nikon Coolpix S8200 schwarz

  • 239,98 €
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Kompakttest

Nikon Coolpix S8200

2011-10-07 Nikon ist auf der Erfolgsspur. Kein anderer Hersteller verkaufte im Sommer 2011 mehr Kameras in Deutschland als die Traditionsmarke aus Japan. Das gilt auch für das Segment der digitalen Kompaktkameras, das Nikon unlängst mit einer Flut an neuen Coolpix-Modellen bereichert hat. Wir haben uns aus diesem reichhaltigen Angebot die äußerst kompakte Superzoom-Kamera Coolpix S8200 herausgepickt. Kann die Kamera mit ihrem 25-350-Millimeter-Zoom und 16-Megapixel-CMOS-Sensor die Erfolgsgeschichte von Nikon fortschreiben? Dieser Frage sind wir in der fotografischen Praxis wie auch im DIWA-Labor von digitalkamera.de nachgegangen.  (Martin Vieten)

Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Ergonomie und Verarbeitung Wer erfolgreich ist, muss nicht ständig nach dem Neuen jagen. Und so konnte Nikon es sich erlauben, beim Gehäuse der Coolpix S8200 alles beim Alten belassen. Die Kamera wirkt auf den ersten Blick schlicht und einfach, Design-Sperenzchen hat Nikon nicht nötig. Insbesondere die Front macht einen äußerst aufgeräumten Eindruck, aber auch die Rückseite präsentiert sich klar und ordentlich. Eigentlich auch kein Wunder, denn neben dem üppigen Drei-Zoll-Display blieb nur noch wenig Platz für vier nicht gar nicht so winzige Knöpfchen und einem Drehrad, das zugleich als Vier-Wege-Wippe funktioniert. Für den Daumen der rechten Hand gibt es eine kleine, stark geriffelte Haltefläche, direkt daneben hat Nikon den Videoauslöser angebracht. Die Oberseite der S8200 wirkt etwas zerklüftet, was dem guten Handling jedoch keinen Abbruch tut. Sie bietet genügend Platz für ein praktisches Moduswählrad, über das sich schnell auf die wichtigsten Aufnahmefunktionen zugreifen lässt. Direkt daneben ist der Auslöser angeordnet, er fällt angenehmen groß aus und weist zwei klar definierte Druckpunkte auf. Der Auslöser wird von einer Zoomwippe umschlossen, mit der sich der weite Zoombereich der Kamera wahlweise flott oder gemächlich und damit genauer durchfahren lässt. Für den Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Kontakt mit der Außenwelt reichen der S8200 zwei Buchsen, eine für die HDMI-Verbindung sowie ein kombinierter USB-/ Audio-/ und Videoausgang. Sie verschwinden unter einer Klappe an der rechten Seite. Akku und Speicherkarte sitzen in einem gemeinsamen Fach an der Unterseite. Dort hat Nikon auch ein Stativgewinde untergebracht, das nicht in der optischen Achse sitzt aber dafür weit genug entfernt vom Speicherkartenschacht, dass dieser auch bei angesetzter Stativplatte zugänglich bleibt. Der Akku verbleibt im Normalfall stets in der S8200, er wird über deren USB-Anschluss geladen. Wer einen weiteren Akku unabhängig von der Kamera laden möchte, benötigt ein externes Ladegerät, das Nikon nur optional anbietet – eine etwas unpraktische und kostspielige Lösung.

Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Obwohl die Coolpix S8200 sehr kompakt ausfällt, lässt sie sich gut bedienen. Einen großen Anteil daran hat das große Display, das mit 921.000 Bildpunkten hoch auflöst. Aber auch das Moduswählrad trägt zum guten Handling bei, ein Ausflug in das klar gegliederte Menü wird selten nötig. Auf ein ausgewiesenes Schnellmenü verzichtet die Coolpix S8200, die wenigen Sonderfunktionen werden bequem über die Vier-Wege-Wippe aufgerufen. Bei Bedarf fährt ein Motor den kleinen Bordblitz sanft heraus, so er nicht vom Zeigefinger der linken Hand daran gehindert wird. Wie viele Kompaktkameras hält man auch die S8200 unwillkürlich so, dass sich linke Hand und Blitz ins Gehege kommen. Das ist wohl bei der Kompaktheit des Gehäuses unvermeidlich. Dass der Blitz indes erst wieder in seinem Schacht verschwindet, wenn die Kamera ausgeschaltet wird, hätte Nikon besser lösen können. So aber stört der kleine Lichtspender links, wenn er einmal ausgefahren ist und läuft zudem Gefahr, ein paar Stöße oder Schlimmeres abzukommen.

Ausstattung So bescheiden sich die Coolpix S8200 bei den Gehäusemaßen gibt, umso üppiger ist der Zoombereich ihres Objektivs – er deckt den beachtlichen Brennweitenbereich von 25 bis 350 Millimeter (bezogen auf Kleinbild) ab. In der Praxis erweitert vor allem die im Vergleich zur Vorgängerin S8000 um 5 Millimeter reduzierte Anfangsbrennweite das Einsatzgebiet der S8200 deutlich – enge Räume erfasst sie mit dem jetzt ausgeprägten Weitwinkel ebenso wie weite Landschaften. Die 50 Millimeter Zugewinn am Teleende sind dagegen weniger bedeutsam. Zumal sich die kleine Kamera kaum ruhig genug halten lässt, um bei Maximalbrennweite ein ruhiges Sucherbild zu erhalten. Der Gefahr verwackelter Fotos begegnet die Coolpix S8200 wirkungsvoll mit Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]einem optischen Bildstabilisator, Videoaufnahmen kann er aber in maximaler Telestellung nicht mehr ausreichend beruhigen. Zudem kann vorgegeben werden, ob die Kamera die ISO-Zahl erhöhen soll, um verwackelte Aufnahmen zu vermeiden. Auf dem Papier beeindruckt das Zoomobjektiv der Coolpix S8200 mit einer Naheinstellgrenze von nur einem Zentimeter. In der Praxis ist diese kurze Aufnahmedistanz jedoch weniger eindrucksvoll, sie wird nämlich nur in Weitwinkelstellung des Objektivs erreicht. Sobald man einzoomt, nimmt die kürzeste Aufnahmedistanz zu. Immerhin ändert der Zoombalken im Display seine Farbe, sobald die Kamera nicht mehr näher als 50 Zentimeter fokussieren kann – eine willkommene Hilfe.

Nikon hat die Coolpix S8200 ordentlich ausgestattet, vor allem mit Automatikfunktionen. Wer allerdings gerne selbst die Kontrolle über die Kameraeinstellungen übernimmt, findet dazu lediglich im grünen Automatikmodus einige begrenzte Möglichkeiten. Nur hier lässt sich zum Beispiel der Weißabgleich beeinflussen, die ISO-Zahl vorgeben oder Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]einstellen, ob der Belichtungsmesser mittenbetont arbeitet oder per Matrixmessung. Die meisten Optionen bietet noch der Autofokus, er arbeitet wahlweise kontinuierlich oder statisch, das Fokusfeld lässt sich vorgeben und die Gesichtserkennung kann gezielt auf ein Portrait fokussieren. Den unbedarften Fotografen mag etwas verwirren, dass Nikon ausgerechneten den Modus mit den meisten Einstellmöglichkeiten durch ein grünes Symbol auf dem Wählrad kennzeichnet – ist doch für ihn eher die Motiv-Automatik gedacht, in dem die Kamera eines von sieben Motivprogrammen automatisch wählt. Insgesamt bietet die Coolpix S8200 15 Motivprogramme, die sich einzeln einstellen lassen. Ganz gleich, ob man sich auf die Motiv-Automatik verlässt oder das Aufnahmeprogramm selbst vorgibt – die Nikon S8200 gibt sich jetzt äußerst zugeknöpft und lässt einem kaum noch Eingriffsmöglichkeiten.

15 Motivprogramme, das hört sich zunächst nicht gerade üppig an. In der Praxis reicht das aber völlig, zumal sich darunter bereits recht exotische Programme wie "Food" oder "Feuerwerk" finden. Viel interessanter ist da schon, dass die S8200 auch Spezialfunktionen wie HDR-Fotos oder Rauschunterdrückung per Mehrfachaufnahme bietet. Während für erstere das spezielle Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Programm "Gegenlicht" zuständig ist, kümmert sich um die Rauschunterdrückung per Mehrfachaufnahme das Motivprogramm "Nachtaufnahme". Schade, dass Nikon diese praktischen Funktionen nicht auch im konfigurationsfreudigen Automatik-Modus zur Verfügung stellt. Das Gegenlicht-Programm tendiert zudem zu deutlich überbelichteten Aufnahmen, glücklicherweise lässt sich dies per Belichtungskompensation vorab korrigieren. Sowohl HDR- wie Rauschunterdrückungsreihen verlangen dem Bildprozessor der Kamera einiges ab, es dauert gut zehn Sekunden, bis die S8200 auf Eingaben reagiert und wieder aufnahmebereit ist. Insgesamt reagiert die Kamera flott und verzögerungsfrei, sie nimmt Bildserien bei voller Auflösung mit ca. sechs Bildern pro Sekunde auf, allerdings nur bis nach fünf Aufnahmen der Pufferspeicher voll ist.

Wer seinen Aufnahmen einen besonderen Touch verleihen möchte, findet in der S8200 sechs Effektprogramme, etwa für Schwarzweißfotos mit Sepia-Tonung oder für High- und Low-Key-Tonwertkurven. Weitere und vor allem interessantere Effekte hält die Kamera im Wiedergabemodus bereit. Hier lässt sich zum Beispiel nachträglich die Haut weichzeichnen, ein Spielzeug-Effekt erzeugen oder das Bild wie bei Aufnahme mit einem Fisheye-Objektiv verzerren. Auch die Nikon-typische D-Lighting-Funktion zum Aufhellen von Schattenpartien fehlt nicht. Am häufigsten wird man allerdings die Funktion "Bild drehen" benötigen, die S8200 kann Hochformatfotos nämlich nicht selbstständig in die korrekte Lage bringen.

Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Die Videofunktionen der Coolpix S8200 sind ganz auf der Höhe der Zeit. Sie filmt mit einer maximalen Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixel (Full-HD) und nimmt dabei 30 Vollbilder je Sekunde auf. Die Videoclips werden als Quicktime-Dateien gespeichert, Filmton zeichnet die Kamera in Stereo auf. Bei reduzierter Auflösung lassen sich Zeitlupen-Filme mit 120 oder 60 Einzelbildern pro Sekunde aufnehmen. Die S8200 kann während der Videoaufnahme zoomen, allerdings sind die Zoomgeräusche im Filmton nicht zu überhören. Der Autofokus ist beim Filmen aktiv, standardmäßig regelt er den Fokus nach. Dabei geht er insbesondere bei langen Brennweiten derart langsam zu Werke, dass es zu störendem Pumpen der Schärfe kommt.

Bildqualität Auch Nikon konnte sich augenscheinlich nicht dem anhaltenden Trend entziehen, bei unveränderter Sensorgröße die Auflösung weiter zu erhöhen. Gut 16 Millionen lichtempfindliche Zellen drängeln sich bei der Coolpix S8200 auf einer Sensorfläche, die kleiner ist als ein Fingernagel – das sind keine gute Voraussetzungen für eine hohe Bildqualität. Immerhin hat Nikon der S8200 einen CMOS-Bildwandler in aktueller BSI-Technologie spendiert. Bei der BSI-Technik liegt die Verdrahtung nicht vor sondern hinter den lichtempfindlichen Zellen, damit steigt deren Wirkungsgrad. Welche Bildqualität der 16-Megapixel-Sensor im Verein mit dem 14-fach-Zoomobjektiv liefert, musste die Coolpix S8200 im Praxiseinsatz sowie im Testlabor von digitalkamera.de zeigen. Als DIWA-Mitglied betreibt digitalkamera.de das DIWA-Testlabor Deutschland, alle Laborergebnisse werden mit Testcharts von DxO ermittelt und mit der Software DxO Analyzer 4.0 ausgewertet. Die ausführlichen Testergebnisse mit detailreichen Diagrammen sind gegen ein kleines Entgelt abrufbar (siehe weiterführende Links).

Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]Trotz seines weiten Zoombereichs macht das Objektiv der Coolpix S8200 eine überraschend gute Figur: Es liefert zwar keine überragende, aber doch eine ordentliche Auflösung von knapp 40 Linienpaaren pro Millimeter (lp/mm), nur am langen Teleende bricht die Auflösung zu den Bildrändern hin deutlich ein. Erfreulich resistent zeigt sich die Optik zudem gegen chromatische Aberrationen: Farbsäume bleiben stets kleiner als die kritische Grenze von einem Pixel Größe, wieder liefert hier die Telestellung des Zooms das schlechteste Ergebnis. Sowohl in extremer Weitwinkel- wie auch in Telestellung zeigen sich Verzeichnungen, aber auch diese bleiben unter der kritischen Grenze von einem Prozent. Entwarnung gibt es ferner bei der Randabdunklung, die Vignettierung ist zwar messbar, in der Praxis aber nicht sichtbar.

Das Objektiv der S8200 beeindruckt durchaus mit einer ordentlichen und vor allem homogenen Leistung, wie aber sieht es mit dem Sensor aus? Erwartungsgemäß kann der sehr hoch integrierte Bildwandler beim Signal-Rauschabstand nicht überzeugen: Bis ISO 400 liefert er gerade noch akzeptable 35 dB, bei höheren Werten rutscht der Messwert in den roten Bereich. Die Störpixel sind bei ISO 200 am größten, bei höheren ISO-Werten nimmt die Korngröße ab – ein klarer Beleg dafür, dass dann die interne Rauschunterdrückung der S8200 eingreift. Und die erledigt ihren Job erstaunlich gut: Sowohl das Farb- wie auch das Helligkeitsrauschen sind bis etwa ISO 1.600 akzeptabel. Dabei geht die Rauschminderung nicht zu sehr zu Lasten der Bilddetails, zumindest bis ISO 800 bescheinigt die Labormessung der Coolpix S8200 eine ansehnliche Texturschärfe. Bei höherer Empfindlichkeit nehmen die Detailfülle und damit der Schärfeeindruck dann jedoch deutlich ab.

Auch bei der Eingangsdynamik erweist sich die Empfindlichkeitsstufe ISO 800 als magische Grenze: Bis zu diesem Wert verarbeitet die S8200 einen Kontrastumfang von mindestens neun Blendenstufen, ein gutes Ergebnis. Nimmt die Empfindlichkeit Nikon CoolPix S8200 [Foto: MediaNord]weiter zu, sinkt der Dynamikumfang jedoch rapide. Die Praxis bestätigt, was die Laborwerte bereits zeigen: Aufnahmen bis ISO 800 sind ohne allzu große Abstriche bei der Bildqualität brauchbar – eine höherer Empfindlichkeit sollte man an der S8200 aber nur einstellen, wenn keine Prints in A4-Größe oder noch größer benötigt werden. Verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk arbeitet übrigens der Belichtungsmesser der S8200, wobei er einen leichten Hang zu knapp belichteten Fotos hat. Da aber die Tonwertkurve für eine Kompaktkamera untypisch sanft abfällt, hat die S8200 kaum Probleme mit zulaufenden Tiefen. Nicht ganz so genau nimmt es die Kamera mit der Farbtreue, insbesondere Orange- und Cyan-Töne sättigt sie etwas stark. Auf den visuellen Eindruck der Aufnahmen wirkt sich das indes nur wenig aus, die Coolpix S8200 überrascht mit einer ausgewogenen Farbwiedergabe und nimmt bei niedriger ISO-Zahl klassenuntypisch detailreiche Fotos auf.

Fazit Die Coolpix S8200 belegt eindrucksvoll, warum Nikon auch bei den Kompaktkameras zu den erfolgreichsten Herstellern zählt. Mit ihrem 14-fach-Zoom und einer erstaunlich kurzen Anfangsbrennweite von 25 Millimetern (bezogen auf Kleinbild) ist die S8200 für praktisch jedes Alltagsfoto bestens gerüstet. Das sehr kompakte Gehäuse der S8200 verzichtet auf jegliche Design-Spielerei und gefällt durch seine zeitlose Eleganz. Nikon hat die Kamera zwar nicht mit Funktionen überfrachtet, doch alles Wichtige ist an Bord. Zudem bietet die S8200 clevere Optionen zur Rauschunterdrückung oder Erweiterung des Kontrastumfangs per Mehrfachaufnahme. Objektiv und 16-Megapixel-Sensor bilden ein bestens aufeinander abgestimmtes Paar, das bis ISO 800 eine unter den Kompaktkameras überdurchschnittlich gute Bildqualität liefert. Insbesondere die Detailwiedergabe und Abbildungsleistungen des Objektivs überzeugen. Wer also eine einfach zu bedienende Kompaktkamera sucht, die gute Bilder liefert und zudem ordentliche Videoclips aufnimmt, liegt mit der Coolpix S8200 goldrichtig. Ambitionierten Fotografen bietet sie indes entschieden zu wenig Konfigurationsmöglichkeiten. Zudem stört, dass einige Funktionen an die Wahl entsprechender Motivprogramme gebunden sind. Weniger gelungen ist auch, dass der einmal ausgefahrene Bordblitz nur durch Ausschalten der Kamera wieder in der Versenkung verschwindet und sich der Akku nur in der Kamera laden lässt.


Weiterführende Links