HPH-Software

Testbericht: HPH-Software Fotos optimal präsentieren

2005-12-08 Der normale Shoot-to-Print Fotograf möchte seine Bilder zwar modern und digital machen, schwer zu bedienende und funktionsüberladene Bildbearbeitungsprogramme sind ihm aber ein Buch mit sieben Siegeln, oder sie wären mit den Ansprüchen solcher Fotografen deutlich unterfordert. Genau hier setzt "Fotos optimal präsentieren" von HPH-Software an. Das Programm ist ein einfaches Werkzeug, um Bilder minimal zu optimieren, sie zu Papier zu bringen oder auf Computer bzw. Fernseher zu präsentieren.  (Benjamin Kirchheim)

HPH-Software – Fotos optimal präsentieren Arbeitsfläche [Screenshot: MediaNord]Das Programm wurde genau auf die Zielgruppe ausgelegt. Einfache, verständliche Bedienung steht im Vordergrund, das Programm arbeitet höchst visuell und verwirrt den Benutzer z. B. nicht mit kryptischen Bildregulierungsschiebern oder Zahlen. Auch die Funktionen sind sehr beschränkt und lassen sich in zwei Hauptgruppen gliedern: Diashows und Fotodruck. Zum Ansehen der Diashows wird ein PC oder ein JPEG-fähiger DVD-Player benötigt, zur Erstellung ein Computer mit CD-Brenner. Fotodruck bezieht sich sowohl auf Drucke mit dem heimischen Drucker als auch auf Bestellungen von Fotoabzügen über den Handel.

Die Installation des Programms geht problemlos von statten, beim ersten Start muss noch der (inzwischen kostenlose) Registrierungsschlüssel eingegeben werden, ohne den das Programm eine 30-tägige Testversion ist. Das Handbuch befindet sich als 42-seitiges PDF auf der CD. Das Handbuch ist dabei ebenfalls sehr gut auf die Zielgruppe abgestimmt – es ist leicht zu lesen, kurz und einfach verständlich.

HPH-Software – Fotos optimal präsentieren Detailansicht [Screenshot: MediaNord]Das Hauptfenster des Programms teilt sich in zwei Hauptbereiche und ist mit einigen Piktogramm- und Menüleisten versehen. Auf der linken Seite werden die Bilder einer Diashow bzw. eines Druckauftrags in der Übersicht als Vorschaubilder dargestellt. Neue Bilder können mittels Dateiexplorer hinzugefügt werden. Der rechte Fensterbereich dient der Bearbeitung einzelner Bilder für die spätere Präsentation bzw. den Druck. Das Besondere dabei ist, dass die Originalbilder nicht verändert werden, sondern stets auf Kopien gearbeitet wird; so bleiben für spätere Bearbeitungen alle Optionen offen. Neben dem Beschnitt auf das jeweilige Ausgabeformat (z. B. Fernseher 4:3 oder klassische Fotoabzüge 3:2) können die Bilder auch gedreht werden, wobei das von der Kamera möglicherweise gespeicherte Orientierungsflag dabei auf Wunsch automatisch ausgewertet wird. Weitere einfache Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es z. B. für die Belichtungskorrektur, die Farbsättigung und die Farbtemperatur. Hierbei werden keine Schieberegler, sondern das Bild selber mit schrittweise veränderten Parametern verwendet. Man kann sich also aus der Liste der Thumbnails das aussuchen, welches die richtige Belichtung zeigt. Weiterhin gibt es Schieberegler für Helligkeit, Gamma, Kontrast und Schärfe, und auch eine Korrektur bzw. Entfernung roter Augen fehlt nicht.

Letztendlich bietet das Programm die Möglichkeit, die Bilder von der Auflösung her optimiert für das Ausgabeformat und dessen Auflösung umzurechnen – also z. B. eine 800 x 600 Pixel Diashow auf dem PC oder einen 300 dpi 10 x 15 cm Fotoabzug. Hier braucht der Benutzer sich nicht mit Pixelzahlen auseinander setzen, sondern bekommt die gängigen Auswahlmöglichkeiten vorgelegt, unter denen er nur auswählen muss – und das Originalbild bleibt für spätere Entscheidungsänderungen immer vorhanden. Mit Hilfe von farblichen Unterscheidungen von Grün über Gelb bis hin zu Rot kann der Benutzer sehen, ob das gewählte Foto ausreichend Qualität für das Ausgabeformat aufweist. Die erstellten Diashows oder Fotoabzugsbestellungen können direkt auf CD gebrannt werden, ohne dass ein extra Brennprogramm nötig wäre. Alternativ kann auch eine Speicherung auf Festplatte oder als CD-ISO erfolgen, die man später mit einem Brennprogramm auf CD bannen kann.


Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.

Steckbrief

Hersteller
HPH-Software
Betriebsysteme
Windows, Win98, Win2000, WinMe, Windows XP und höher
Sprachen
Deutsch
Festspeicher
100 MByte
RAM
128 MByte
Anspruch
Anfänger und Einsteiger mit Grundwissen
k. A.
Bezugsquelle
Internet

Kurzbewertung

  • Einfachheit für Anfänger
  • Preis (Freeware)
  • Unterstützt kein RAW
  • Geringer Funktionsumfang
  • nicht für Fortgeschrittene geeignet