Buch

Point of Sale Verlag Nikon D300 – Das Buch zur Kamera

Mit der D300 stellt Nikon den vorläufigen Höhepunkt der digitalen Spiegelreflexfotografie in der „Klasse unter 2000 Euro“ vor. Berufsfotografen, Tester und ambitionierte Anwender schwärmen gleichermaßen von der Semiprofikamera mit dem neuartigen CMOS-Sensor und Live-View-Funktion. Doch viele Fotografen sind verunsichert: Lieber noch in die preiswertere D200 investieren, von der D200 auf die D300 umsteigen, warten? Welche Vorteile bringt die „Neue“ gegenüber der erwiesenermaßen ebenfalls hervorragenden „Alten“? Sind die 2 Megapixel mehr im Bild wirklich sichtbar? Rauscht die D300 tatsächlich sichtbar weniger als ihre direkte Vorläuferin - und bringt die neuartige Live View-Technik einen nennenswerten Vorteil im täglichen Umgang mit der Kamera?

Nikon-Experte Frank Späth geht all diesen Fragen in seinem neuen Buch zur Kamera auf den Grund und hilft damit nicht nur Umsteigern bei Problemen mit der riesigen Ausstattungsfülle der D300 und den Neuerungen im Vergleich zur D200. Für die Recherche, Fotografie und Erstellung dieses Praxisbuchs hat der Autor sich Zeit genommen und mehrere Monate mit der D300 gearbeitet. Als Chefredakteur der Zeitschrift PHOTOGRAPHIE steht Späth zudem in ständigem Kontakt zu professionellen Anwendern und begeisterten Amateuren, weiß, wo „der Schuh drückt“ und kann für viele Detailfragen durchdachte Lösungsvorschläge präsentieren. Und so geht der Inhalt des vorliegendes Buches weit über das Niveau einer erweiterten Bedienungsanleitung hinaus.

Späth nähert sich der Kamera in allen Facetten, überprüft alle wichtigen Einstellungen anhand zahlreicher Testbilder und zeigt dem Leser, wie er noch mehr aus dem "Semiprofi" herausholt. Auch schwierige Fragen wie die Diskussion um 12 Bit- oder 14 Bit-RAWs, Sinn und Unsinn der NEF-Kompression oder den effizienten Umgang mit der RAW-Konvertierung mit und ohne Nikon „Capture NX“ werden detailliert beantwortet. Wo Features und Konventionen kritisch zu hinterfragen sind, wird dies getan - all das nicht ohne die gewisse typische „Hemdsärmeligkeit“, die dem Leser schnell die Angst vor der vermeintlich komplizierten Fototechnik nimmt. Selbstverständlich stellt der Autor auch interessante und nützliche Produkte von Drittanbietern für die D300 vor, sei es im 60-seitigen Objektivkapitel oder im ausführlichen Blitz-Teil.

Titel Nikon D300 – Das Buch zur Kamera
Autor(en)
Frank Späth
Verlag Point of Sale Verlag
Rubrik(en) Digitale Kamera
Anspruch Anfänger: JAEinsteiger mit Grundwissen: JAFortgeschrittene: JAambitionierter Amateur: JAProfi: NEIN
Erscheinungsdatum April 2008
Format
  Preis (für Deutschland)
  Shop (Kauflink)
  Dateigröße
  Seitenanzahl
  Seitenmaße
  Ausdruckbar
  ISBN
Gedruckt
28,00 €
k. A.
216
k. A.
978-3-925334-85-6
Rezension

Ein Buch zu der Kamera Nikon D300. Wozu braucht man das, wenn doch eine ausführliche, immerhin mehr als 400-seitige gedruckte Anleitung mit der Nikon D300 ausgeliefert wird? Hier sind die Antworten. Das knapp über 200 Seiten starke Buch "Nikon D300 – Das Buch zur Kamera" von Frank Späth beschreibt in vier Kapiteln, wie man das Beste aus dieser hervorragenden Kamera herausholt. Es hält sich nicht mit langweiligen Abhandlungen über das Einlegen des Akkus und der Befestigung des Trageriemens auf, sondern beschreibt auf fast 80 Seiten im Kapitel "Handling" die Bedienung und die Funktionen der Kamera kurz und präzise. Dabei werden alle Bedienelemente der Kamera mit Fotos und Text so gut erklärt, dass man sofort begreift, was die beschriebenen Knöpfe, Wählräder und Menüpunkte für Funktionen steuern. Im Kapitel "Praxis" werden die verschiedenen Einstellungen der Kamera anhand von Beispielfotos miteinander verglichen. Und hier zeigt sich auch der große Vorteil des Buches zur Kamera gegenüber der mitgelieferten Bedienungsanleitung: Während in der Anleitung nur sachlich und trocken die zu drückenden Knöpfe genannt und ein paar mehr oder weniger aussagekräftige Grafiken gezeigt werden, kann man in dem Buch sehen, wie sich die verschiedenen Einstellungen in realen Fotos auswirken. Bei einigen der gedruckten Bilder muss man sehr genau hinsehen, um die vom Autor beschriebenen Unterschiede zu erkennen. Das ist aber in einigen Fällen auch sinnvoll, weil man erkennen kann, dass bestimmte Einstellungen, wie z. B. die Verwendung von RGB TIFF anstatt JPEG, keine wirklichen Qualitätssprünge beim Fotografieren mit der Nikon D300 bringen. Weiter geht es mit einem interessanten Kapitel, das sich mit den Objektiven zur Nikon D300 befasst.

Das schöne an Büchern von unabhängigen Autoren ist, dass auch Fremdzubehör besprochen werden darf. Deswegen gibt Frank Späth in seinem Buch einen Überblick über die wichtigsten Objektive von Nikon, aber auch von Sigma, Tamron, Zeiss und Voigtländer, die an der Nikon D300 einsetzbar sind. Das letzte Kapitel widmet sich der recht komplexen, aber auch überragend guten Blitztechnik der Nikon D300. Es werden die Blitze für die Nikon D300 und deren Einsatz anhand von praktischen Beispielen vorgestellt. Auch hier gibt es wieder gute Vergleichsfotos, die zeigen, wie bestimmte Blitztechniken wirken. Zwei Stellen im Buch haben dem Rezensenten nicht so gut gefallen: Auf Seite 132 etwa steht geschrieben, dass die Farbtemperatur nichts mit Temperatur zu tun hat. Das ist aber nicht korrekt, denn die Farbtemperatur wird definiert als die Temperatur (gemessen in Kelvin), auf die man einen so genannten "Schwarzen Körper" erhitzen müsste, damit er Licht der gleichen Farbe abgibt. Auch die Empfehlungen bezüglich der Objektive sollten anhand von Testberichten im Internet überprüft werden, denn z. B. das als "völlig uninteressant" bezeichnete Nikkor AF-S 18-55mm f/3.5-5.6 G ED DX II kann sehr wohl die Kapazität des Bildsensors der D300 ausreizen, während das im Buch gelobte Nikkor AF-S 18-200mm f/3.5-5.6 G IF-ED VR II DX einige hier nicht erwähnte Schwächen hat.

Das Buch kann trotz dieser kleinen Unstimmigkeiten sehr empfohlen werden. Obwohl die der Nikon D300 beiliegende Bedienungsanleitung schon ganz brauchbar ist, bietet das Buch "Nikon D300 – Das Buch zur Kamera" von Frank Späth wesentlich mehr. Es hat ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Text und Bildern und dient sowohl dem Neubesitzer eines Nikon-Systems als auch den Umsteigern, die von der Nikon D200 kommen, ein nützliches Werkzeug zum besseren Verständnis und zur optimalen Nutzung der Nikon D300. (Ralf Conrads)

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