DCTau-Protokolle

Zwölf weitere Kamera-Objektivkombinationen im Labor getestet

2008-06-17 Insgesamt zwölf weitere Kamera-Objektivkombinationen wurden im DCTau-Labor auf ihre Qualitäten hin untersucht. Darunter ist nicht nur die Olympus E-420 mit Kit-Objektiv und dem brandneuen 25mm-Pancake, sondern auch die Pentax K200D, Sony Alpha 300 und Alpha 350 jeweils mit Kitobjektiv, die Nikon D300 mit bildstabilisiertem Kitobjektiv sowie die Canon EOS 40D mit zwei Objektiven, die 450D mit drei Objektiven und die 1Ds Mark III mit dem bildstabilisierten F2,8/70-200 L USM. Die Protokolle zeigen auf, wo die Stärken und Schwächen der jeweiligen Kombinationen liegen.  (Benjamin Kirchheim)

DCTau – Randabdunklung der Sony Alpha 300 mit DT 18-70 mm [Foto: MediaNord]Bei den beiden mit der Canon EOS 40D getesteten Objektiven handelt es sich um das bildstabilisierte F2,8/70-200 mm L USM sowie das Tamron 28-300 mm. Die Canon EOS 450D wurde hingegen mit drei anderen, für diese Kamera sehr typischen Objektiven getestet. Dabei handelt es sich zum Einen um das F2,5/50 mm Makroobjektiv von Canon sowie die beiden bildstabilisierten Kitobjektive mit 18-55 sowie 55-250 mm Brennweite. In den Messergebnissen wird z. B. die Randabdunklung deutlich. Bei jeweils offener und zweifach geschlossener Blende wird diese bei kurzer, mittlerer und langer Brennweite erfasst. Im Diagramm rechts ist beispielsweise die Randabdunklung der Sony Alpha 300 mit 18-70mm-Kitobjektiv zu sehen. Besonders im Weitwinkel ist die Randabdunklung ausgeprägt, verbessert sich aber mit dem Abblenden, so dass die dunklen Ecken weniger stören. Bei mittlerer und langer Brennweite hingegen ist kaum eine Vignettierung auszumachen.

DCTau – Eingangsdynamik der Sony Alpha 350 [Foto: MediaNord]Ein anderer wichtiger Aspekt der Bildqualität einer Kamera ist die Eingangsdynamik. Sie beschreibt, ob die Kamera hohe Motivkontraste im Bild darstellen kann. Hohe Kontraste treten vor allem im Sonnenlicht auf, Himmel und beleuchtete Motivteile sind sehr hell, wohingegen in den Schatten deutlich weniger Licht vorhanden ist. Das menschliche Auge kann diese Kontraste viel besser verarbeiten als eine Digitalkamera, so dass diese statt Strukturen in hellen und dunklen Motivbereichen nur noch weiß bzw. schwarz zeigt. Bei digitalen Spiegelreflexkameras kann ein Dynamikumfang von rund 9 Blendenstufen als typisch angesehen werden. Allerdings sinkt dieser mit steigenden Empfindlichkeiten durch das erhöhte Rauschen ab, es sei denn, die Kamera setzt dem eine aggressive Rauschunterdrückung entgegen, was bei DSLRs in der Regel aber nicht der Fall ist. Im entsprechenden Diagramm der Sony Alpha 350 (links) ist dieses Verhalten recht deutlich zu sehen. Die DCTau-Protokolle kosten 50 Cent bis 1,40 EUR im Einzelabruf, sind aber auch gegen eine Monatspauschale von 4,16 bis 9,90 EUR (je nach gebuchtem Nutzungszeitraum) unbegrenzt im gebuchten Zeitraum einsehbar.

Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.