Vollformat-Zoom

Super-Tele-Zoomobjektiv FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS für Sony

2017-04-20 Mit dem FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS stellt Sony das 21. Vollformatobjektiv für die Alpha-7-Familie und die neue Alpha 9 vor. Damit wird gleichzeitig der Brennweitenbereich im Telebereich erweitert von vorher maximal 300 auf nunmehr 400 Millimeter. In den Weitwinkel reicht das System bereits bis 16 Millimeter hinab. Das neue Telezoom gehört der G-Master-Serie (GM) an, die für höchste Auflösung stehen soll und mit dem neuen nun fünf Objektive umfasst.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Die optische Konstruktion des Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS setzt sich aus 22 Elementen in 16 Gruppen zusammen, wobei ein Super-ED und zwei ED-Glaselemente chromatische Aberrationen minimieren sollen. [Foto: Sony]

    Die optische Konstruktion des Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS setzt sich aus 22 Elementen in 16 Gruppen zusammen, wobei ein Super-ED und zwei ED-Glaselemente chromatische Aberrationen minimieren sollen. [Foto: Sony]

  • Bild Ein Doppelmotorsystem sorgt beim Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS für eine hohe Beschleunigung des Autofokus, damit er schnellen Bewegungen, etwa bei der Sportfotografie, folgen kann. [Foto: Sony]

    Ein Doppelmotorsystem sorgt beim Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS für eine hohe Beschleunigung des Autofokus, damit er schnellen Bewegungen, etwa bei der Sportfotografie, folgen kann. [Foto: Sony]

Die optische Konstruktion des Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS besteht aus 22 Elementen, die in 16 Gruppen angeordnet sind. Ein Super-ED und zwei ED-Glaselemente sollen chromatische Aberrationen minimieren und für eine hohe Auflösung sorgen, die über den gesamten Zoombereich gegeben sein soll. Reflexionen wirkt die Nanovergütung entgegen. Der Autofokus arbeitet mit einer Kombination aus einem doppelten linearen Motor und einen Direct Drive SSM-Aktuator, was einen präzisen, ruhigen Betrieb gewährleisten soll. Das Doppelmotorsystem sorgt für eine hohe Beschleunigung, damit der Fokus schnellen Motivbewegungen folgen kann. Mit knapp unter 1,4 Kilogramm soll das FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS laut Sony zu den leichtesten seiner Klasse gehören. Wir konnten allerdings nur ein schwereres und zwei leichtere vergleichbare Objektive finden, allerdings gibt es auch nur sehr wenige 100-400mm-Vollformat-Objektive am Markt. Das robuste Gehäuse jedenfalls ist staub- und feuchtigkeitsresistent (Sony windet sich wie immer um die Bezeichnung Spritzwasserschutz), die Frontlinse soll sich dank der schmutzabweisenden Fluor-Beschichtung leicht reinigen lassen.

Als Besonderheit besitzt das Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS einen Zoomring mit einstellbarem Drehmoment, über das der Fotograf die Zoomgeschwindigkeit regulieren kann. Auch eine umprogrammierbare Fokushaltetaste sowie eine abnehmbare Stativschelle sind vorhanden. Des Weiteren ist zur Reduzierung von Verwackelungen ein optischer Bildstabilisator integriert. Die Naheinstellgrenze liegt bei lediglich 98 Zentimeter, was den großen Abbildungsmaßstab von 1:2,9 ermöglicht. Die neunlamellige Blende soll für ein weiches Bokeh sorgen. Ab Juli 2017 soll das Sony Sony FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS zu einem Preis von knapp 2.900 Euro erhältlich sein. Es ist übrigens kompatibel mit den GM-Telekonvertern (SEL14TC und SEL20TC), womit die Brennweite auf bis zu 800 Millimeter wächst. An einer APS-C-Kamera verwendet entspricht die kleinbildäquivalente Brennweite dann sogar 1.200 Millimetern.

Hersteller Sony
Modell FE 100-400 mm F4.5-5.6 GM OSS
Preis (UVP) 2.900,00 EUR
Bajonett
Sony E
Brennweitenbereich 100-400 mm
Lichtstärke (größte Blende) F4,5 bis F5,6
Kleinste Blendenöffnung F40
Linsensystem 22 Linsen in 16 Gruppen
inkl. ED Linse(n)
KB-Vollformat ja
Anzahl Blendenlamellen 9
Naheinstellgrenze 980 mm
Bildstabilisator vorhanden ja
Autofokus vorhanden ja
Wasser-/Staubschutz ja
Filtergewinde 77 mm
Abmessungen (Durchmesser x Länge) 94 x 205 mm
Objektivgewicht 1.395 g

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim, 39, schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.