Zwei Verbindungskünstler haben den Dreh raus
Sony Cyber-shot DSC-F77/FX77 vorgestellt
2002-09-02 Die Sony DSC-F55 von 1999 erlebt ein Comeback. Das Konzept der Cyber-shot-Kamera mit rotierender Aufnahmeeinheit, das mittlerweile in Vergessenheit geraten schien, taucht jetzt als 4-Megapixel-Kamera in den Modellvarianten DSC-F77 und DSC-FX77 wieder auf. Diese besitzen nicht nur eine höhere Auflösung, sondern auch neue Features wie eine Docking-Station und – bei der DSC-FX77 – ein eingebautes Bluetooth-Modul. (Yvan Boeres)
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![Sony DSC-FX77 [Foto: Sony]](http://images.digitalkamera.de/Kameras/SonyDSC-FX77-M.jpg)
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Die Sony DSC-FX77 kommt voraussichtlich im November in den Handel und wird
dann, falls nicht ein anderer Hersteller Sony zuvorkommt, die erste
Digitalkamera mit eingebauter Bluetooth-Einheit sein. Die Kamera wird die
aufgenommenen Bilder über eine Distanz von bis zu zwanzig Metern an andere Bluetooth-fähige Geräte übertragen können
– und zwar ohne Sichtkontakt. Der
"klassische Fall" ist sicherlich das Überspielen der Bilder auf einen Bluetooth-kompatiblen Laptop, Organizer oder PDA. Man kann aber auch Bilder von
einer DSC-FX77 zur anderen schicken oder kabellos direkt aus der Kamera
drucken, sofern der Drucker ebenfalls Bluetooth-fähig ist. Selbst die
Datenübertragung über Bluetooth-fähige Handys sollte möglich sein. Das im
Bluetooth-Protokoll der DSC-FX77 enthaltene "Basic Image Profile" sorgt u. a.
auch dafür, dass die Bilder in einer – zur Ausstattung des Empfängergerätes –
gerechten Auflösung heruntergerechnet werden oder die DSC-FX77 mittels
spezieller Software über Bluetooth ferngesteuert werden kann.
Das Schwestermodell DSC-F77 ist – abgesehen von der Bluetooth-Funktionalität
– baugleich mit der DSC-FX77. Der Preisunterschied wird 100 EUR betragen: Die
Sony DSC-FX77 mit Bluetooth wird rund 700 EUR kosten, während die Sony DSC-F77
ohne Bluetooth bereits für 600 EUR zu haben sein wird. Beide Kameras haben die
"Grundzüge" der 1999 erschienenen DSC-F55, die über eine rotierende
Aufnahmeeinheit verfügte. Das um 300 Grad drehbare Kamerateil enthält das
Festbrennweiten-Objektiv (37 mm/F2,8 entsprechend Kleinbild), einen optischen
Sucher (den hatte die DSC-F55 damals nicht), Blitz, CCD-Sonsor und das
Autofokus-Modul. Denn die DSC-FX77/F77 haben einen Mehrfeld-Autofokus, der bei
schwachen Lichtverhältnissen oder geringen Motivkontrasten von einem AF-Hilfslicht unterstützt wird. Bei der DSC-FX77/F77 wird das fehlende optische
Zoom bei Auflösungen unterhalb der Maximalauflösung durch ein digitales Zoom
kompensiert, das bei Sony den Namen "Smart-Zoom" trägt. Abhängig davon, welche
niedrigere Bildauflösung man eingestellt hat, kann der Anwender dann ohne Verlust
an Schärfe bis zu maximal 3,4-fach zoomen. Der Zoom-Effekt lässt sich dann zwar
nicht im optischen Sucher, wohl aber auf dem eingebauten 1,5"-LCD-Farbbildschirm
mit 123.000 Bildpunkten mitverfolgen.
![Sony DSC-F717 mit Docking-Station [Foto: Sony]](http://images.digitalkamera.de/Kameras/SonyDSC-F77-M.jpg)
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Darüber hinaus verfügen die DSC-F77 und DSC-FX77 über alles, was derzeit bei
Sony aktueller Stand der Technik ist. Das ist u. a. die 14 Bit-A/D-Wandlung, ein
zeitgemäßer 4-Megapixel-SuperHAD-CCD-Chip (Maximalauflösung: 2.272 x 1.704
Bildpunkte), eine Matrixmessung über 49 Felder, eine ganze Palette von
Rauschunterdrückungsalgorithmen, ein MPEG EX und MPEG HQX Videomodus und die
Stromversorgung über einen InfoLithium-Akku (NP-FC10). Eine Premiere
bei Sony ist das Konzept der multifunktionalen Docking-Station, die bei beiden
Modellen im Lieferumfang enthalten ist. Stellt man die Kamera nach Gebrauch in die
Docking-Station, werden die aufgenommenen Bilder automatisch über ein USB-Kabel und die mitgelieferte Software Image Transfer auf den PC übertragen.
Das Bildbearbeitungsprogramm Pixela Image Mixer öffnet sich dabei ebenfalls von
selbst. Wird die Docking-Station per Audio-/Videokabel an den Fernseher
angeschlossen, so steht der Vorführung von Fotos und Filmen nichts mehr im Wege.
Über die Docking-Station werden die Kameras zudem mit Strom versorgt und
aufgeladen.
Erfreulich schnell sind die Kameras ebenfalls. Die DSC-F77/FX77 sind innerhalb von
0,9 Sekunden betriebsbereit, die Auslöseverzögerung (samt Fokussiervorgang) soll
bei nur rund 0,4 Sekunden liegen. Die Betriebsbereitschaft erreicht man übrigens,
indem man die Aufnahmeeinheit einfach in eine schussbereite Position dreht. Im
Lieferumfang der DSC-F77/FX77 enthalten sind der InfoLithium-Akku NP-FC10, das
Ladegerät AC-LS1, ein 16 MByte-Memory Stick, die Dockingstation mit USB- und
AV-Kabel sowie umfangreiche Software (Image Mixer, Image Transfer, USB-Treiber).
Im Zubehörprogramm der beiden Modelle ist u. a. auch ein aufsteckbarer
0,7-fach-Weitwinkelkonverter vorhanden. Beide Modellvarianten sind ab November
im Handel erhältlich. Da beiden Modelle – bis auf die Bluetooth-Funktion –
baugleich sind und Bluetooth derzeit in unserer Kamera-Datenbank noch nicht
explizit berücksichtigt wird, haben wir zunächst nur für das Basismodell DSC-F77
ein digitalkamera.de-Datenblatt erstellt; die DSC-FX77 wird so lange mit einem
entsprechenden Hinweis in unserer Kamera-Warteschleife aufgelistet.