Pro-aktiv

Sigma kündigt Entwicklung einer DP2 und SD15 an

2008-09-23 Wenn man bereits am offiziellen Eröffnungstag der Photokina ein Fazit ziehen kann, dann steht die diesjährige Photokina unter dem Zeichen der unfertigen Produkte bzw. der Produkt-Ankündigungen. Denn nachdem schon Olympus, Panasonic, Fujifilm, Leica und noch ein paar andere Hersteller Messe-Neuheiten vorgestellt haben, die gerade mal das Stadium der Designstudie oder bestenfalls des funktionsfähigen Prototypen erreicht haben, schlägt auch Sigma in diese Kerbe und präsentiert die Foveon-X3-Kameras DP2 und SD15 in verschlossenen Vitrinen.  (Yvan Boeres)

Sigma DP2 [Foto: Sigma] Das Kompaktkameramodell mit DSLR-großem Foveon-Sensor DP2 unterscheidet sich vom Vorgängermodell DP1 (siehe weiterführende Links) hauptsächlich durch das fest eingebaute Objektiv. Während die DP1 mit ihrem 16,6mm-Objektiv (28 mm entspr. KB) recht weitwinklig daher kommt und eine eher bescheidene Lichtstärke von F4.0 aufweist, erfasst die zukünftige DP2 mit ihrem 24,2mm-Objektiv (41 mm entspr. KB) einen etwas engeren Bildwinkel/-ausschnitt, der eher den Sehgewohnheiten des menschlichen Auges entspricht und mit einer größten Blendenöffnung von F2.8 deutlich lichtstärker ist. Das Objektiv wurde eigens für die DP2 konzipiert und soll durch den Einsatz im Pressdruckverfahren hergestellter asphärischen Glaslinsen und durch die von Sigma entwickelte SML-Mehrschichtvergütung (Super Multi Layer) beste Abbildungsleistungen ohne störende Lichtreflexionen und Geisterbilder garantieren. Passend zur Brennweite des neuen Objektivs wird es einen anderen aufsteckbaren Durchblicksucher mit der Produktbezeichnung VF-21 geben. Die Sigma DP2 wird vom selben Foveon-X3-Sensor Gebrauch machen wie die digitalen Spiegelreflexkameramodelle SD14 und SD15 sowie das Vorgängermodell DP1. Damit wird weiterhin mit rund 4,7 Millionen Pixeln eine Bildqualität erreicht, die laut Sigma eher der einer 14-Megapixel-Kamera entspricht (in der Praxis eher einer sehr guten 10-Megapixel-Kamera), da hier nicht jeweils ein R-, G- und B-Pixel zusammengerechnet werden müssen, um einen farbigen Bildpunkt zu erzeugen. Neu wird allerdings der verwendete Kameraprozessor sein. Die DP2 wird den so genannten True-II-Prozessor integrieren; eine Weiterentwicklung des bisher eingesetzten (in der SD14 und DP1) Sigma SD15 [Foto: Sigma] True-Prozessors, mit dem auch die SD15 (auf diese weitere Photokina-Neuheit von Sigma gehen wir gleich ein) bestückt sein wird. Unter anderem dürfte die Bildqualität davon profitieren. Sonst gibt es keine größeren Unterschiede in Sachen Funktionalität und Ausstattung zwischen der bereits auf dem Markt erhältlichen DP1 und der kommenden DP2 (sie wird für Anfang nächsten Jahres eventuell zur US-Fotofachmesse PMA erwartet). Die Bildschirmgröße soll bei 6,3 cm (2,5") bleiben, und der Blitz-/Zubehörschuh mit TTL-Kontakten bleibt ebenfalls erhalten. Neu ist allerdings ein mit der Zeichenfolge QS beschrifteter Knopf, der in erster Linie der schnellen Einstellung oft benutzter Aufnahmeparameter dient (QS steht wohl für "Quick-Set" o. ä.) und ersten inoffiziellen Informationen zufolge auch neu belegbar bzw. umprogrammierbar ist. Weitere Unterschiede können wir zum aktuellen Zeitpunkt und nach dem derzeitigen Kenntnisstand nicht feststellen.

Noch schlichter fallen die derzeit feststellbaren Unterschiede zwischen dem – ebenfalls auf der Photokina als Schaufenstermodell gezeigten – neuen digitalen Spiegelreflexkameramodell SD15 und dem Vorgängermodell SD14 (siehe weiterführende Links) aus. Die kommende SD15 und die aktuelle SD14 dürften sich nur durch den eingesetzten Kamera-/Bildprozessor (True II) und die Bildschirmgröße (die von 2,5" bzw. 6,3 cm auf 3" bzw. 7,6 cm anwächst) unterscheiden. Wie sich diese leichte Modellpflege der elektronischen Art auf die allgemeinen Kamerafähigkeiten (vor allem Bildqualität und Reaktionszeiten) auswirken wird, muss sich noch herausstellen. Auch hier kann bzw. will Sigma noch keinen Markteinführungstermin nennen, aber spätestens dann (eventuell auch zur PMA?) werden erste unabhängige Tests schon eine Antwort auf diese Frage geben. Man darf also gespannt sein, wie gut der neue Prozessor der zur SD15 beförderten SD14 bekommen wird. Über weitere Sigma-Neuheiten (vornehmlich aus dem Objektiv-Bereich) werden wir gesondert auf digitalkamera.de berichten.


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