Vorweihnachtliche Freuden
Ricoh beschenkt Caplio R3 und GX8 mit neuer Firmware (V1.12/1.24)
2005-11-30 Ganz ohne Stress kann man als Besitzer einer Caplio R3 oder Caplio GX8 das "Weihnachtsgeschenk" für seine Kamera besorgen. Ricoh stellt jedenfalls für die beiden Kameras neue Firmware-Versionen bereit, und ob man bis Heiligabend wartet, um ganz feierlich den Update-Vorgang vorzunehmen oder gleich das Firmware-"Geschenk" auspackt und installiert, bleibt jedem selbst überlassen. Mit der Firmware 1.12 für die Caplio GX8 und der Firmware 1.24 für die Caplio R3 werden kleine Fehlerkorrekturen und z. T. auch leichte Leistungsverbesserungen vorgenommen; das Update erfolgt in Eigenregie. (Yvan Boeres)
Die
Firmware 1.12 für die Ricoh Caplio GX8 widmet sich einem Druckfehler, der
bei früheren Firmware-Versionen durch einen Verbindungsfehler im
PictBridge-Betrieb mit manchen Druckern auftreten kann. Bei der Caplio R3
sorgt ihrerseits die Firmware 1.24 für eine präzisere Scharfstellung im
Spot-AF-Modus und für die Behebung eines Problems im Zusammenhang mit der
Aufzeichnung von Benutzerkommentaren (die mit der virtuellen Tastatur
eingegebenen und in den EXIF-Aufnahmedaten aufgenommenen Textnotizen wurden
bei frühren Firmware-Versionen in manchen Anwendungen verstümmelt
wiedergegeben).
Der Update-Vorgang erfolgt nach gewohntem Ricoh-Prozedere unter Beachtung
der üblichen Sicherheitsvorkehrungen. Zunächst sollte man prüfen, ob man
nicht schon die neue Firmware auf seiner Kamera hat, wobei die
Wahrscheinlichkeit dafür eher gering ist. Den aktuellen Stand bekommt man
angezeigt, indem man die Kamera ausschaltet, das zentrale Einstellrad auf
Sprachnotiz (bei der R3) bzw. auf Setup (bei der GX8) stellt und die Kamera
mit niedergehaltener Tele- und Makro-Taste (Zoomwippe rechts/oben und
Steuertaste unten) einschaltet. Das erfordert ein bisschen Fingerakrobatik,
da man drei Tasten gleichzeitig betätigen muss. Es sollte daraufhin auf dem
LCD-Bildschirm eine – etwas kryptische – Status-Zeile erscheinen. Von
Bedeutung ist allein die zweite Zeile. Wird bei "CPU 2:" die aktuelle
Firmware-Version angegeben, ist die Kamera schon auf dem neuesten Stand, und
das Firmware-Update ist überflüssig. Andernfalls kann man das
Firmware-Update durchführen.
Dazu lädt man zuerst das Firmware-Update auf seinen Rechner und entpackt die
entsprechende Datei (GX8-112.EXE/HQX für die GX8 und R3-124.EXE/HQX für die
R3) durch einen Doppelklick auf das Programmsymbol. Beim Ausführen wird ein
neuer Ordner mit dem Namen "GR DIGITAL Update" angelegt. Die in diesem
Ordner befindliche(n) Firmware-Datei(en) mrflect3 und mrflect7 (bei der R3)
bzw. lrflect3 und lrflect7 (bei der GX8) kopiert man dann am besten mittels
eines Kartenlaufwerks in das Hauptverzeichnis einer Speicherkarte.
Alternativ kann man die Kamera auch über das USB-Kabel mit dem Rechner
verbinden und die Datei FirmUpdate.exe ausführen, die dasselbe bezweckt.
Bevor man jetzt zum Firmware-Update selbst übergeht, sollte man sich noch
vergewissern, dass die Kamerabatterien ganz voll sind, oder die Kamera
während des Update-Vorgangs über ein Netzteil mit Strom versorgen. Bricht
nämlich der Update-Vorgang wegen zu schwacher Batterien ab, kann das zu
ernsten Komplikationen führen und im Extremfall die Kamera vollständig
unbrauchbar machen. Das Update erfolgt also ausschließlich auf eigene
Verantwortung. Wer sich nicht traut, diese – nicht ganz risikofreie –
Operation selbst durchzuführen, sollte die Firmware nur dann wechseln, wenn
man wirklich Verwendung dafür hat bzw. die beschriebenen Probleme an der
Kamera auftreten, oder das Update von einem Händler bzw. einer
Ricoh-Servicestelle vornehmen lassen.
Sind alle Vorbereitungs- und Vorsichtsmaßnahmen getroffen, kann das Update
stattfinden. Hierfür schiebt man die mit dem Firmware-Update versehene
Speicherkarte in die ausgeschaltete Kamera. Dann stellt man wieder das
Haupt-Einstellrad auf Sprachnotiz bzw. auf Setup. Diesmal hält man die
Blitz-Taste (Steuertaste nach oben) und die Weitwinkel-Taste (Zoomtaste
links/unten) beim Einschalten gleichzeitig gedrückt. Hat man seine Finger
erfolgreich verrenkt, erscheint eine Meldung auf dem LCD-Bildschirm ("Execute?"),
die dazu auffordert, den Start des Update-Vorgangs zu bestätigen. Diese
Frage beantwortet man mit "Yes". Daraufhin meldet die Kamera zuerst, dass
sie die neue Firmware überprüft ("Checking Rewrite File"). Hat die Kamera
nichts zu beanstanden, geht der eigentliche Update-Vorgang los ("Rewriting
Program"). Während der ganzen Zeit des Updates blinken die grüne und die
rote LED neben dem Sucher abwechselnd; man sollte sich nicht davon verwirren
lassen. Der Vorgang darf keinesfalls unterbrochen werden. Nach etwa zwei
Minuten ist das Update abgeschlossen. Mit der am Anfang des Artikels
beschriebenen Methode kann man überprüfen, ob das Update erfolgreich war und
die neue Version angezeigt wird. Ist dies der Fall, sollte die Firmware der
Kamera auf dem neuesten Stand sein.