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Tod den toten Pixeln

Olympus E-10-Firmware Update sagt defekten Pixeln den Kampf an

2001-08-09 Ein inoffizielles Firmware-Update mit der Versionsnummer 42-0130 für die semi-professionelle Digitalkamera Olympus E-10 soll "toten" und "heißen" Pixeln den Garaus machen. Dazu muss die Kamera allerdings zu Olympus eingeschickt werden.  (Yvan Boeres)

Olympus E-10 Digitalkamera [Foto: MediaNord]Defekte Pixel sind bei CCDs keine Seltenheit. Immer wieder berichten Digitalkamera-Besitzer von leuchtenden Farbpunkten auf ihren Aufnahmen – insbesondere bei Nachtaufnahmen oder Langzeitbelichtungen. Während sich noch die Zahl defekter Pixel bei Digitalkameras unterhalb von 3,34 Megapixeln in Grenzen halten, steigt die Zahl solcher defekten Pixel mit steigender Pixelzahl an. Auch bei fortschreitendem Alter der Kamera kommt immer mal der eine oder andere Pixel hinzu, der sich anders verhält, als er soll. Das hat Olympus dazu veranlasst, stillschweigend für ihr aktuelles Digitalkamera-Flaggschiff, die E-10, ein Firmware-Update anzubieten, das sich dieses Problems annimmt.
 
Bildschirmfoto Pixel Mapping Fortschrittsanzeige [Foto: MediaNord]
  

Das Firmware-Update mit der Versionsnummer 42-0130 führt das von Olympus "Pixel Mapping" genannte Verfahren ein, das defekte Pixel erkennt und herausrechnet. Bei Kameras, die mit der entsprechenden Firmware-Version versehen sind, aktiviert ein spezieller Menüeintrag die "Pixel Mapping"-Funktion. Beim nächsten Batteriewechsel oder beim Wechseln von Batterie- auf Netzbetrieb tritt die Pixel Mapping-Funktion automatisch in Kraft sobald zwischen dem Herausnehmen und Wiedereinlegen der Batterie bzw. Anschluss an das Netzteil mehr als ca. 2 Minuten vergangen sind und die Kamera wieder eingeschaltet wird. Beim Test des CCDs, der ca. 10 Sekunden in Anspruch nimmt, werden defekte Pixel ausfindig gemacht und deren Farbwerte künftig durch "virtuelle" Pixel (aus den Farb- und Helligkeitswerten der Nachbarpixel interpoliert) ersetzt. Sollte der Pixel Mapping-Vorgang nicht erfolgreich abgeschlossen worden sein, meldet die Kamera dies und fordert zu einer Wiederholung des Vorganges auf. Dazu sollte man den Okularverschluss der E-10 schließen und den Vorgang wiederholen.

Alle ab August ausgelieferten E-10s sollen – laut Olympus – bereits mit der neuen Firmware-Version versehen sein. Im Zweifelsfall lässt sich die Firmware-Version dadurch prüfen, dass man die sogenannten Metadaten, die im EXIF-Dateianhang der einzelnen Bilder enthalten sind, mit einem geeigneten Programm (z. B. ACDSee 3.1, Thumber, Irfanview) ausliest und anzeigt. Olympus E-10 Metadaten [Abbildung: MediaNord] In der Liste der Aufnahmedaten findet man den entsprechenden Eintrag zur Firmware-Version (siehe Abbildung rechts). Kameras, die noch nicht mit der neuen Firmware-Version versehen sind, können gegebenenfalls zu Olympus eingeschickt werden, wo dann das Firmware-Update gegen Entrichtung eines kleinen "Obulus" durchgeführt wird. Im Preis von 49 DM (gilt zumindest in Deutschland) sind das Update selbst sowie eine Überprüfung und Reinigung der Kamera enthalten. Deutsche E-10-Besitzer schicken ihre Kamera frei und versichert (als Paket, nicht als Päckchen!) gut verpackt an folgende Adresse:

Olympus Europa GmbH
Kameraservice – E-10 Update
Wendenstr. 14-18
20097 Hamburg

E-10 Besitzer aus anderen Ländern sollen sich mit den jeweiligen Olympus-Filialen in Verbindung setzen, die entsprechenden Adressen aller europäischen Olympus-Niederlassungen kann man dem digitalkamera.de-Herstellerverzeichnis entnehmen.