Die taucht was

Die neue Leica X-U (Typ 113) hält bis 15 Meter dicht

2016-01-20 Mit der X-U (Typ 113) präsentiert Leica eine wasserdichte Version der X (Typ 113). Mit einem F1,7 lichtstarken 23mm-Objektiv (35 mm entsprechend Kleinbild) dürfte die X-U die Nikon 1 AW1 als Unterwasserkamera mit der besten Bildqualität ablösen. Dabei sieht man der X-U ihr bis 15 Meter Tauchtiefe wasserdichtes Gehäuse gar nicht an, das Objektiv besitzt den üblichen Schärfering und die Kameraoberseite zieren ein Blenden- sowie ein Belichtungszeitenrad.  (Benjamin Kirchheim)

  • Bild Mit dem 16 Megapixel auflösenden APS-C-Sensor und der F1,7 lichtstarken 35mm-Festbrennweite (KB) dürfte die Leica X-U (Typ 113) die Nikon 1 AW1 als Unterwasserkamera mit der besten Bildqualität ablösen. [Foto: Leica]

    Mit dem 16 Megapixel auflösenden APS-C-Sensor und der F1,7 lichtstarken 35mm-Festbrennweite (KB) dürfte die Leica X-U (Typ 113) die Nikon 1 AW1 als Unterwasserkamera mit der besten Bildqualität ablösen. [Foto: Leica]

  • Bild Extra große Tasten, die TPE-Armierung sowie das Monitor-Schutzglas sollen die LeicaX-U (Typ 113) besonders unterwassertauglich machen. 15 Meter tief kann die Leica ohne zusätzliches Gehäuse tauchen. [Foto: Leica]

    Extra große Tasten, die TPE-Armierung sowie das Monitor-Schutzglas sollen die LeicaX-U (Typ 113) besonders unterwassertauglich machen. 15 Meter tief kann die Leica ohne zusätzliches Gehäuse tauchen. [Foto: Leica]

  • Bild Mit Schärfering, Beliochtungszeitenrad und Blendenrad lässt sich die Leica X-U (Typ 113) sehr einfach bedienen. [Foto: Leica]

    Mit Schärfering, Beliochtungszeitenrad und Blendenrad lässt sich die Leica X-U (Typ 113) sehr einfach bedienen. [Foto: Leica]

Das Gehäuse der X-U ist aber selbstverständlich nicht nur 60 Minuten lang bis zu einer Tiefe von 15 Metern wasserdicht, sondern auch kälteresistent. Zudem bleibt dank der Abdichtung auch Staub draußen und Stöße verträgt sie aus bis zu 1,22 Metern Höhe. Technisch entspricht die X-U weitgehend der X. Kleinere Änderungen hängen mit der Unterwasserfestigkeit zusammen. So ist das Objektiv mit einem Schutzglas versehen und der Blitz sitzt direkt oberhalb des Objektivs, statt wie bei der X aus dem Kameragehäuse hochzuspringen. Der CMOS-Sensor bringt es auf eine Auflösung von knapp 16 Megapixeln, Videos zeichnet die Leica X-U in Full-HD-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Wahlweise kann auch auf HD-Auflösung (1.280 x 720) heruntergeschaltet werden.

Das 23mm-Summilux-Objektiv besitzt nicht nur eine hohe Lichtstärke von F1,7, sondern auch eine geringe Naheinstellgrenze von nur 20 Zentimetern. Die Lichtempfindlichkeit lässt sich im Bereich von ISO 100 bis 12.500 regeln, zusammen mit dem lichtstarken Objektiv werden so auch Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen ermöglicht. Wer taucht, der weiß, dass bei 15 Metern Tiefe schon deutlich weniger vom Tageslicht übrig bleibt. Auch die gesamte Ergonomie hat Leica an die Bedürfnisse von Unterwasserfotografen angepasst: Das Gehäuse soll dank einer TPE-Armierung nicht so einfach aus der Hand rutschen und die Knöpfe auf der Rückseite sind extra groß. Apropos Rückseite: Hier befindet sich der 7,5 Zentimeter große Bildschirm mit 920.000 Bildpunkten Auflösung, der als Sucher dient. Auch hier sorgt ein spezielles Schutzglas für die Unterwassertauglichkeit.

Zudem hat Leica es geschafft, trotz der Unterwasserfestigkeit einen Blitzschuh zu verbauen. Auf Anschlüsse wie USB und HDMI verzichtet die Leica hingegen zur Sicherung der Wasserdichtigkeit gänzlich. Akku und SD/SDHC/SDXC-Speicherkarte sind aber selbstverständlich entnehmbar, die entsprechende Klappe zum Fach besitzt eine doppelte Sicherung. Ab sofort soll die Leica X-U (Typ 113) für 3.250 Euro erhältlich sein.


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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.