Auch für Videoaufnahmen optimiert

Canon frischt Objektivprogramm mit 18-135 mm und 40 mm STM auf

2012-06-08 Canon stellt mit dem EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM und dem EF 40mm 1:2,8 STM zwei Objektive vor, die durch ihre neue Stepper-Motor-Technologie (STM) eine automatische kontinuierliche Scharfstellung im Moviemodus erlauben. Aber auch für Fotoaufnahmen sollen diese Objektive gut geeignet sein. Sie sind besonders leicht und kompakt konstruiert, wobei 18-135 STM das bisherige 18-135 ablösen dürfte, während das 40 STM eine echte Neuerung im Objektivprogramm darstellt und das erste Pancake-Objektiv für das EOS-System von Canon ist.  (Benjamin Kirchheim)

Canon EF-S 18-135 mm 3.5-5.6 IS [Foto: Canon]Herkömmliche Autofokusantriebe sind für den Betrieb mit Kontrast-Autofokus denkbar schlecht geeignet, was sich einerseits durch die langsame Fokussierung und andererseits auch durch Ungenauigkeiten äußern kann. Damit räumen die Stepper-Motoren auf, kann die Fokussierung doch in feinsten Schritten angepasst werden. Diese Vorteile sollen an der neuen Canon EOS 650D bereits zum Tragen kommen. Das EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM besitzt einen reduzierten Bildkreis und passt nur an EOS-DSLRs mit APS-C-Sensor und entsprechendem EF-S-Bajonett, wie etwa die EOS 650D. Der kleinbildäquivalente Brennweitenbereich beträgt dann 29 bis 216 Millimeter. Damit ist es ein Allrounder und als Alternative zum üblichen 18-55-Millimeter-Setobjektiv bestens geeignet, erweitert es doch den Telebereich entscheidend. Durch die Naheinstellgrenze von 39 Zentimetern sind auch Nahaufnahmen kein Problem. Darüber hinaus ist das Objektiv mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet, der es erlaubt, um bis zu vier Lichtwertstufen länger zu belichten als üblich, ohne dass störende Verwackelungen die Bildschärfe beeinträchtigen. Die intelligente Erkennung unterscheidet dabei normale Fotoaufnahmen von Schwenks und Videoaufnahmen, so dass der Bildstabilisator stets optimal arbeiten kann. Die elektromagnetische Blendengruppe sorgt für eine präzise Steuerung der nahezu kreisrunden, siebenlamelligen Blende. Optisch wartet das Objektiv mit der Vergütung Canon Super Spectra gegen Streulicht auf jedem Linsenelement auf, zudem sorgen eine UD-Linsengruppe (Ultra-low Dispersion) und eine PMo-Linse (Precision Molded Optics) für reduzierte chromatische Aberration. Das Canon EF-S 18-135mm 1:3,5-5,6 IS STM soll ab Mitte Juli 2012 zu einem Preis von knapp 500 EUR erhältlich sein.

Canon EF 40 mm [Foto: Canon]Das Canon EF 40mm 1:2,8 STM glänzt vor allem durch seine kompakten Abmessungen, so dass sich immer ein Plätzchen in der Fototasche dafür findet. Es bietet eine maximale Lichtstärke von F2,8 und verfügt ebenfalls über den videooptimierten STM-Antrieb. Es ist das erste Pancake-Objektiv von Canon und eignet sich sowohl für das Kleinbild- als auch für das APS-C-Format. An letzterem entspricht das Objektiv dann kleinbildäquivalent einem 64-Millimeter-Objektiv, ist also je nach Sichtweise ein sehr kurzes Tele oder eine recht lange Normalbrennweite, während es an einer Kamera mit einem Kleinbildsensor eine eher kurze Normalbrennweite darstellt. Die Sieben-Lamellen-Irisblende ist ebenfalls kreisrund und wird präzise elektromagnetisch angesteuert. Auch die Super-Spectra-Vergütung kommt zum Einsatz, auf einen Bildstabilisator muss der Fotograf hingegen verzichten. Das Canon EF 40mm 1:2,8 STM ist ebenfalls ab Mitte Juli 2012 erhältlich und soll knapp 240 EUR kosten.

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Autor

Benjamin Kirchheim

Benjamin Kirchheim schloss 2007 sein Informatikstudium an der Uni Hamburg mit dem Baccalaureus Scientiae ab. Seit 1998 war er journalistisch für verschiedene Atari-Computermagazine tätig und beschäftigt sich seit 2000 mit der Digitalfotografie. Ab 2004 schrieb er zunächst als freier Autor und Tester für digitalkamera.de, bevor er 2007 als fest angestellter Redakteur in die Lübecker Redaktion kam. Seine Schwerpunkte sind die Kameratests, News zu Kameras und Fototipps.