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![Nikon D100 [Foto: Nikon]](http://images.digitalkamera.de/Kameras/NikonD100-M.jpg)
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Dank Nikon F-kompatiblem Bajonett kann die Nikon D100 auf eine beachtliche
Anzahl an Objektiven aus der Nikon-Serie zurückgreifen. Je nachdem, ob man
über moderne AF-Nikkore (Typ D oder G), D-Nikkore mit manueller
Scharfeinstellung, andere AF-Nikkore oder über Nikkore ohne CPU verfügt,
ergibt sich eine mehr oder weniger eingeschränkte Unterstützung dieser
Objektive. Doch immerhin bis zu 40 verschiedene Objektive (ohne Fremdhersteller
gerechnet) finden laut Nikon Anschluss an der D100. Ähnliches gilt für die
Systemblitzgeräte, wobei die größte Kompatibilität mit D-TTL-gesteuerten
Nikon-Blitzgeräten wie z. B. dem zeitgleich zur D100 vorgestellte SB-80DX
(Leitzahl 56 bei ISO 100 und 105 mm-Brennweite) gewährleistet
ist. Für die Verwendung der Objektive gilt ein 1,5-facher
Brennweitenverlängerungsfaktor, da der mit 6,1 Millionen Pixeln bestückte
CCD-Sensor der D100 mit seinen 23,7 x 15,6 Millimetern etwas kleiner
geraten ist als ein Kleinbildfilm. Geliefert werden Bilder in einer Auflösung
von maximal 3.008 x 2.008 Pixeln; wahlweise im unkomprimierten
TIFF-Format, im platzsparenden JPEG-Format oder im unbearbeiteten Rohdatenformat
(NEF-RAW). Untergebracht werden die Bilder auf
CompactFlash-Wechselspeicherkarten des Typs I und II, wobei Microdrives
ebenfalls genutzt werden können.
Bei der Belichtung und Scharfeinstellung greift Nikon auf eine bewährte
Technologie aus eigenem Haus zurück. Den D100-Spezifikationen nach dürfte es
sich beim Autofokus-Sensor um ein Multi-CAM 900-AF-Modul handeln, das direkt vom
Multi-CAM 1300-Modul der Nikon F-100 und Nikon F-5 abgeleitet ist und in der
F-80 seinen Dienst tut. Besondere Kennzeichen dieses Moduls sind die fünf
einzeln anwählbaren, kreuzförmig angelegten Fokussierfelder und die von -1 EV
bis 19 EV reichende Empfindlichkeit des AF-Sensors. Bei der AF-Betriebsart
hat man die Wahl zwischen Einzel-Autofokus und kontinuierlichem Autofokus mit
dynamischer Schärfenachführung bei bewegten Motiven; eine manuelle
Scharfstellung ist selbstverständlich ebenfalls möglich. Die
Belichtungsmessung erfolgt ihrerseits über die Nikon-typische
3D-Matrixmesszelle, die in zehn Felder unterteilt ist und sowohl die Helligkeit
und den Kontrast des Motivs als auch die Entfernung und die Stelle, an der sich
das Motiv im Bild befindet, berücksichtigt. Dabei wird die Entfernung zum
Hauptmotiv vom Objektiv übertragen (sofern dieses ein AF-D-Typ ist); die
Position des Hauptmotivs im Bild bestimmt das aktive Autofokus-Messfeld. Die
Belichtungsmesszelle für das Blitzlicht ist in fünf Felder unterteilt und
berücksichtigt ebenfalls die Entfernung zum Hauptmotiv. Um die Belichtung so
präzise wie möglich zu halten, gleicht die Kameraelektronik die Messdaten der
Blitzmesszelle mit denen der Dauerlicht-Messzelle ab.
"Quereinsteigern" aus dem Kleinbild-Bereich dürften Merkmale wie
die Belichtungsreihenfunktion, die am Auslöser angebrachte Kupplung für einen
mechanischen Drahtauslöser, die Belichtungsmesswert-Speichertaste, der
mechanische Verschluss (1/4.000 bis 30 s; Blitzsynchronzeit 1/180 s), der
Spiegelreflexsucher mit Dioptrieneinstellung und der eingebaute Miniaturblitz (LZ 11)
vertraut sein. Letzterer ist besonders nützlich zum Aufhellen oder wenn man
einen externen Blitz gerade mal nicht zur Hand hat. Auswechselbare
Sucherscheiben bietet die D100 nicht, ein Gitternetz kann aber auf dem
LCD-Farbbildschirm oder im Sucher eingeblendet werden. Nicht zu vergessen der
Blitzschuh (mit TTL-Übertragung) sowie die Belichtungsprogramme (P/S/A/M).
Zu den Digitalkamera-spezifischen Funktionen der D100: Der zuvor erwähnte
LCD-Farbbildschirm hat eine Bilddiagonale von 1,8 Zoll, löst mit 118.000
Bildpunkten auf und kann neben den Bildern selbst auch nützliche Informationen
wie ein Histogramm oder die Verteilung der Lichter anzeigen. Beim Weißabgleich
kann man sich entweder auf die Automatik verlassen, auf eine der sechs
Voreinstellungen zurückgreifen (die sich noch fein einstellen lassen) oder den
Weißabgleich per Messwert-Speicherung vornehmen. Äußerst interessant und
bislang auch einzigartig ist die Möglichkeit, drei verschiedene
Farbraumeinstellungen aufzurufen. Bei der Empfindlichkeitseinstellung bieten
sich dem Benutzer Empfindlichkeiten von ISO 200 bis 1.600 an.
Schnittstellenmäßig ist die D100 mit einer USB 1.1-Schnittstelle und
einem umschaltbaren PAL/NTSC-Videoausgang ausgerüstet.
Strom bekommt die D100 aus einem 7,2 Volt starken EN-EL3-Lithiumionenakku; im
stationären Betrieb kann man den Strom per EH-5-Netzadapter auch aus der
Steckdose besorgen. Ansonsten kann man sich auch das optional erhältliche
Batteriepack MB-D100 zulegen, das wahlweise zwei Lithiumionenakkus oder sechs
AA/Mignon-Zellen aufnimmt. Der MB-D100 macht zusätzlich noch bequeme
Hochformat-Aufnahmen möglich (dank entsprechendem Auslöser und Einstellrad),
erschließt der D100 Sprachnotizen und besitzt einen 10-poligen Anschluss für
Spezialzubehör (wie z. B. einem elektrischen
Multifunktions-Fernauslöser). Hiermit wären nur die wichtigsten Funktionen der
D100 erläutert; die Kamera kann noch einiges mehr, worauf wir später ggf. in
einem Erfahrungsbericht zurückkommen. Nähere Einzelheiten gibt es im
entsprechenden digitalkamera.de-Datenblatt zur D100. Ungewissheit herrscht noch
über den Preis der D100, doch es ist anzunehmen, dass sich dieser in der von
der direkten Konkurrenz (Fujifilm FinePix S2 Pro, Canon EOS D60,
Sigma DS9) angepeilten Preisregion von ungefähr 3.000 EUR bewegen
wird. Gleiches gilt für den genauen Termin der Markteinführung; das derzeitige
Statement von Nikon "Sommer 2002" ist noch etwas verschwommen.